Abenteuer zwischen Krisen und Kulturen – Melita Šunjić über ihre Jahre bei der UNO

Shownotes

In dieser Episode nehme ich dich mit nach Wien, wo ich Melita Šunjić, eine beeindruckende Abenteurerin und ehemalige Sprecherin der Vereinten Nationen, treffe. Gemeinsam sprechen wir über Melitas bewegte Karriere: von ihrer Zeit als Journalistin bis hin zu ihren zahlreichen Einsätzen für das UN-Flüchtlingshochkommissariat in Krisengebieten wie Sudan, Südafrika, Afghanistan und am Balkan.

Du erfährst hier, wie Melita ihren Weg zu den UN gefunden hat, welche Herausforderungen sie in muslimisch geprägten Ländern meistern musste und welche gefährlichen Situationen sie erlebt hat. Außerdem teilen wir mit dir, wie sie sich als Mutter und Ehefrau während der Auslandseinsätze organisiert hat und was sie antreibt, immer neue Abenteuer zu suchen – auch nach ihrer Pensionierung.

Zum Abschluss reden wir darüber, was ein sinnerfülltes Leben für Melita bedeutet und welche Werte sie am meisten prägen. Lass dich inspirieren von einer Frau, die durch Neugier, Humor und Hartnäckigkeit immer wieder neue Wege gegangen ist und damit nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das vieler anderer Menschen berührt hat.

Links Melita Šunjić

https://transcultural.at/melita-h-sunjic/

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Website: https://birgithochreiter.at Instagram: https://www.instagram.com/birgithighrider/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/birgit-hochreiter-2608b098/ Hier kannst du den Podcast auf YouTube anschauen: https://www.youtube.com/@Birgit_PerspektiveAbenteuer

Transkript anzeigen

00:00:09: Hallo, hier ist Birgit Hochreiter.

00:00:10: Herzlich willkommen bei meinem Podcast Perspektive Abenteuer!

00:00:14: Heute bin ich in Wien weil mein Gast die heutige Abenteurerin aus Wien kommt.

00:00:19: Herzlichen Willkommen Milita Šunic.

00:00:21: Danke für die Einladung.

00:00:23: Ja, ich freue mich sehr dass du dir Zeit nimmst und das Studium ins Jägerwaldstudio gekommen bist.

00:00:32: Du hast

00:00:33: wirklich, wirklich viel zu erzielen aus deiner Laufbahn vor allem bei den Vereinten Nationen.

00:00:39: Du bist zwar im Ruhestand, Gott sei Dank hatte ich das Glück und du hast ja Zeit genommen.

00:00:45: es sind dann Projekte daraus geworden, gemeinsame Projekten weil eben der Georg unser gemeinsamer Freund hat dir gemeint wir hätten Synergien vor allem im interkulturellen Bereich.

00:00:58: Wir arbeiten zusammen Aber ich höre dir auch so gern zu, weil du hast so viel zu

00:01:01: erzählen.

00:01:02: Vor allem aus deiner Laufbahn bei den Vereinten Nationen.

00:01:06: Fangen wir gleich da an.

00:01:08: Milita wie bist du zu den Vereinen Nationen gekommen?

00:01:13: Genau genommen war mir Fahrt im Spähtdienst.

00:01:17: Ich war bei der Wiener Zeitung und im Spätdienst bleibt immer ein Redakteur in dort und wartet ob irgendwo ein Attentat, ein Erdbeben, irgendwas wo man den Druck anhalten muss.

00:01:29: So war das zumindest früher und die neue Nachricht hineingeben.

00:01:34: Und manchmal waren was hektisch weil etwas passiert ist und manchmal war es heute fad.

00:01:41: An dem Tag war mir fad.

00:01:42: ich habe in der Zeitung geblättert und stoße auf einen Inserat des UNO-Flüchtlingshochkommissariats, UNHCR.

00:01:51: Die haben damals eine Pressestelle in ganz Europa aufgebaut und unter anderem eben auch einen in Wien und haben jemanden gesucht der Deutsch und Englisch kann, der journalistische Erfahrung hat entsprechend studiert hat wo mögliche ein eslawisches Sprache kann und womöglich Erfahrungen der Flüchtlingsarbeit hat.

00:02:14: Und wenn man doch die sucht... Das passt wie ein Handschuh auf meine Hand und habe mich gemeldet.

00:02:21: Und dann habe ich ewig nichts gehört, hatte eigentlich schon vergessen, weil ich habe keinen Job gesucht.

00:02:28: Eines Tages rufen sie mich an und sagen können Sie morgen zum Interview kommen?

00:02:32: Und drei Tage später haben sie mich unter über hundert Kandidaten ausgesucht Und ursprünglich habe ich mir gedacht, ok.

00:02:41: Ich bau den an eine Pressestelle auf und hab mich ein Jahr karinzieren lassen von der Zeitung um das zu machen und wieder zurückzukehren in meinen journalistischen Beruf, den ich ja sehr mochte.

00:02:54: aber dann hat mich das wirklich sehr fasziniert und die war dann etliche Jahre in Österreich und für Mitteleuropa zuständig Pressesprecherin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit.

00:03:08: Und dann habe ich sozusagen begonnen, wie im diplomatischen Dienst ist man dann alle ein paar Jahre woanders und weil es bei UNHC auch so ist.

00:03:16: Weil wir in Krisen viel arbeiten und den Kriegsgebieten hat man dann oft auch irgendwelche kurzfristigen Einsätze und ich hab fast alle Krisen der letzten dreißig Jahre irgendwo mitgemacht.

00:03:31: Ja das ist mir auch aufgefallen du warst in wirklich in den unterschiedlichsten Ländern von denen man Also eher dann hört, wenn es Krisen gibt.

00:03:44: Dann gibt's auch die Flüchtlinge?

00:03:45: Genau!

00:03:46: Aber du warst erst vor zwei Jahren das erste Mal in den Vereinigten Staaten.

00:03:50: Das habe ich recht interessant gefunden.

00:03:52: So zu

00:03:53: sein von der Flüchtlingsperspektive aus nicht so wahnsinnig spannend.

00:03:57: Jetzt vielleicht aber...

00:03:59: In welchen Ländern warst Du denn unterwegs?

00:04:01: Das ist eine sehr lange Liste, wer jetzt einmal ein paar nennen glaube.

00:04:07: Also in Europa war ich viel am Balkan unterwegs, natürlich.

00:04:12: Ich war in Ungarn viele Jahre, ich war in Russland zwei Jahre in Moskau und war ein bisschen länger Pakistan-Afghanistan und im afrikanischen Raum.

00:04:23: Also Südafrika war ich stationiert und von dort habe ich dann vieles betreut – Angola, Botswana, Sambia.

00:04:30: Zwischendurch haben sie mir mal in den Sudan geschickt und in den Südsudanen.

00:04:34: also da bin ich schon viel herumgekommen.

00:04:36: Wie lange warst du im Sudan unterwegs?

00:04:39: Im Sudan war ich immer nur auf kürzeren Einsätzen.

00:04:42: Im Südsudan wäre es drei Monate gewesen sein und im eigentlichen Sudan war, glaube ich für ein Projekt sechs Wochen lang dort.

00:04:54: Und wie war's für dich als Frau in einem muslimischen Land unterwegs zu sein?

00:05:01: Das war in Afghanistan schwierig.

00:05:04: Afghanistan-Pakistan Da habe ich mich manchmal auch ungewollt gefahren begeben.

00:05:12: In anderen Ländern, es ist schon natürlich so dass man wenn wir von der UNO kommen unterliegt man nicht unbedingt den gleichen strengen Regeln wie die Einheimischen Frauen.

00:05:22: Okay, weil du hast jetzt gerade gesagt, du hast dich ungewohnt in Gefahren begehen das kannst du ein paar deine Erlebnisse.

00:05:30: da

00:05:32: Prastischeste war, das habe ich erst noch begriffen wie gefährlich das eigentlich war.

00:05:38: Da war ich mit einem Schoffer unterwegs.

00:05:44: aus Pakistan heraus sind wir nach Kandahar gefahren in Afghanistan für irgendeine Sitzung glaube ich einen.

00:05:56: Es ging um die Rückkehr der Afghanischen Flüchtlinge aus Pakistan nach Afghanistan.

00:06:04: Und wir waren dort in einer Sitzung, das war so heiß und wir sind zurückgefahren... ...und ich habe dort niemals mich verschleiert!

00:06:11: Ich habe immer nur seine Baseball-Cappen mit UNHCR getragen weil mir schon in den allerersten Tagen eine Frau, eine afghanische Frau gesagt hat wie sollen wir uns wehren wenn ihr kommt und ein Schleier anlegt?

00:06:24: Das habe ich mir gemerkt, das Feministin die ich bin und haben mich auch nicht verschleiert.

00:06:28: Und ich sitze im Auto.

00:06:29: wir sind da an der Grenze bei Quetta.

00:06:32: also es ist wirklich eine frequente Grenze unglaublich viele Autos und Gefährte und auch Wagen mit Pferden und mit Eseln und so.

00:06:43: Wir stehen in der Kolonne und mir ist so heiß und ich nehme die Kappe runter und wisch mich ab.

00:06:51: wie wischen wir den Schweiß ab?

00:06:53: Und in dem Moment beginnen ein paar Männer zu trommeln mit Fäusten aufs Auto.

00:07:01: Ich sehe, dass der Fahrer panisch reagiert und versucht vorbeizukommen an einem Eselskarten – da war meine Zeit lang gefangen!

00:07:08: Es sind immer mehr Männer gekommen und haben auf das Auto getrommelt.

00:07:12: Dann ist aber der Esel Gott sei Dank weggerückt und er hat Gas gegeben und ist weggefahren.

00:07:20: Ich habe es erst nachher begriffen, das war weil ich meine Haare gezeigt habe.

00:07:24: Eine Provokation quasi ein pornografischer Anblick.

00:07:29: und er hat gesagt wir hatten Glück dass niemand einen Stein genommen hat sonst hätte wir's nicht überlebt.

00:07:38: Ja, hab' ich auch, ich hab dann auch so reagiert aber im Moment Ich habe ja nicht einmal begriffen, dass das was damit zu tun hat.

00:07:48: Dass ich die Kappe runtergenommen hab weil das ist uns nicht so geläufig als westlichen Frauen über wenn man in der Hitze überhaupt nicht nachdenkt was man tut.

00:08:01: und das war also wahrscheinlich eines der gefährlicheren Erlebnisse die ich hatte in meiner Rolle als Frau.

00:08:08: Und hast du deine Rolle auch sonst den anderen Ländern als schwierig empfunden?

00:08:15: Hast du Nachteile gegenüber Männern gehabt in der Arbeit?

00:08:20: Na ja, wie üblich hat man in der Karriere zwischendurch wird ein Mann vorgezogen.

00:08:26: Das war schon in der Wiener Zeitung mal so.

00:08:28: da wurde also die Stelle der Leiterin der Ostpolitik frei und ich habe mich beworben Und es wurde aber einen Mann genommen Der nicht einmal Englisch konnte.

00:08:40: Ich kann sechs Sprachen.

00:08:41: Ich hatte damals schon Preise gewonnen weiß Gott qualifiziert und sie haben aber den genommen, weil er ... ich war relativ jung.

00:08:52: Man kann sich das gar nicht vorstellen.

00:08:54: Ich war damals relativ jung, der war ein alter Verdienter-Kollege, aber verdient ihn am anderen.

00:08:59: Der war im Kronikressort und hat ihn nie mit der Außenpolitik was zu tun.

00:09:03: und da haben die glaubt eben, Sie müssen den jetzt belohnen und den Resort leider geben.

00:09:08: Und ich habe mich dann mit Händen und Füßen gewährt, ohne Erfolg.

00:09:12: Nur der Kollege selber hat irgendwann aufgegeben weil es ihm zu stressig war, weil er eigentlich nicht wusste was er tut... ...und dann hab' ich den Job doch bekommen!

00:09:20: Also das waren... Man hat Nachteile natürlich als Frau.

00:09:23: Natürlich ist mir passiert, dass ich als das Kind klein war wenn ich früher gegangen bin, weil ich gesagt hab', das Kind muss sich wo abholen und so... Dass die Kollegen, die erst um zehn gekommen sind und bis zwölf Kaffee getrunken haben, da haben gesagt Ach, du gehst schon!

00:09:39: Und ich habe gesagt die war schon müde wie du ins Büro gekommen bist.

00:09:43: Also diese üblichen Frauengeschichten aber so dass gerade in der humanitären Arbeit und international gibt es sehr viele Frauen und haben sich die Leute auch schon daran gewöhnt.

00:09:57: also das war kein Problem.

00:10:00: Melita Du hast vorhin erzählt, dass du auch im Sudan warst.

00:10:03: Sudan ist jetzt nicht unbedingt ein alltägliches Reiseziel Und man hörte auch immer wieder von Krisen in dieser Region.

00:10:15: Wie war für dich das Arbeiten im Sudan, was hast du dort im Speziellen gemacht?

00:10:19: Und der Sudan ist ja auch ein muslimisches Land.

00:10:23: Wie hast Du dort deinen Arbeiten und vor allem dein Arbeiten als Frau wahrgenommen?

00:10:35: Also im Südsudan weiß überhaupt kein Problem, wer der Christlich ist.

00:10:38: Im Sudan in Khatum war ich erstaunt zu sehen, dass dort das einzige muslimische Land war wo die Männer traditionelle Tracht tragen.

00:10:53: Das sind so lange Kleider diese Tragen.

00:10:56: aber die Frauen tragen westliche Kleidung jetzt nicht unbedingt Mini-Röcke und Jeans schon lange Kleide Die hätten sie auch bei uns kaufen können.

00:11:06: Also das fand ich sehr erstaunlich, dass dort die Frauen fast schon nach ein Kopftuch tragen aber nicht in Volkstracht gehen, nicht in traditioneller Kleidung sondern in moderner Modest wie Sie es nennen lang und bedeckt.

00:11:24: Und zu dem Zeitpunkt als ich dort war, das muss gewesen sein.

00:11:31: My God!

00:11:32: Das wird so in den frühen zweitausender Jahren gewesen sein.

00:11:38: Ich war hauptsächlich im Katom, in der Fuhr war Krise in Katom was eigentlich relativ ruhig und da habe ich keine Probleme gehabt auch wenn ich mit Ministerien zu tun hatte oder ähnliches.

00:11:49: Da hab' ich keine Probleme.

00:11:51: Was waren hauptzlich der Inhalt deiner Arbeit?

00:11:56: Das Spannende war mir Videolechtfahrt!

00:11:59: Ja gerne das folgt mir immer wieder auf.

00:12:02: Und das Spannende war, dass bei diesem Job den ich hatte mit relativ kurzfristigen Einsätzen oft waren es gerade so Projekteinsätze.

00:12:16: Das waren Aufgabenstellungen die ich zu machen hatte.

00:12:18: Bei einem, ich weiß nicht eine Kampagne vorbereiten zum Beispiel oder im Gegenständlichen Fall in Sudan ging's eigentlich darum Damalige Hochkommissär hat eine Reise in den Sudan geplant und es ging darum, die Pressearbeit vorzubereiten.

00:12:41: Eine Route festzulegen, zu schauen dass alle akkreditiert werden das die Sicherheitsmaßnahmen gegeben sind.

00:12:51: Zu schauen dass genügend Journalisten auch aus internationalen Medien kommen und das abdecken.

00:12:57: also das war eine klassische Presse-Sprecheraufgabe.

00:13:02: Die habe ich natürlich auch gemacht, aber viel mehr Spaß haben mir dann die Aufgaben gemacht und viel fordern.

00:13:07: Da waren für mich die Aufgabem, wo es darum geht, Für Flüchtlinge mit Flüchtlingen zu kommunizieren zum Beispiel sich zu überlegen in der Fuhr, in Jordanien Mit den syrischen Flüchtlings, die dort waren.

00:13:22: das waren Leute aus ruralen Gebieten.

00:13:25: da gab's eine sehr hohe erneuerl verbeten Quote Wie informiert man Leute analphabetisch sind?

00:13:31: Das geht schriftlich nicht.

00:13:32: Ich kann mit jedem einzeln reden, also solche Aufgabenstellungen fand ich intellektuell immer sehr fordernd und unspannend.

00:13:41: Und wie habt ihr das zum Beispiel gelöst?

00:13:44: Das war ganz interessant!

00:13:45: Ich bin darauf gekommen dass es einen Unterschied gibt zwischen analphabetischen Gesellschaften die ich im Südzudan in Teilen erlebt habe wo praktisch niemand schreiben und lesen kann und Gesellschaften mit hohen Analfabeten raten.

00:14:01: Das sind oft die Frauen oder die Älteren, die nicht lesen können aber die Gesellschaft versteht das Schrift wichtig ist und die Gesellschaft kann lesen Und es sind sehr kollektivistische Gesellschaften.

00:14:14: da ist man nicht allein Da hat man Nachbarn Verwandte Bekannte, die man fragen kann.

00:14:19: Wir sind also drauf gekommen dass auch Analfabetinnen meistens waren sie ja die Frauen Telefone benutzen.

00:14:29: Es waren damals noch nicht die Smartphones, sondern die Nokia's, aber wenn sie eine SMS gekriegt haben, dann sind sie zu jemandem gegangen und haben gesagt du ich habe was gekriegst.

00:14:41: kannst du mir das vorlesen?

00:14:43: weil Sie wussten es ist ein Nachricht und das ist wichtig und ich muss wissen was da drinnen steht.

00:14:48: Und ich habe es dann auch versucht herauszufinden, wie die selbst mit dem Telefon umgehen.

00:14:52: und die einen hat mir erklärt.

00:14:53: Ich habe einen Sohn der heißt Ali und einen der heißt Mohammed.

00:14:56: Die habe ich da drinnen.

00:14:58: Wenn's der kurze Name ist weiß ich jetzt, das ist Ali?

00:15:00: Dann drücke ich da drauf und rufe den Ali an!

00:15:02: Und wenn ich den langen Namen sehe, weiß ich, dass er Mohammed ist.

00:15:04: und dann rufe ich meinen Sohn Mohammed an.

00:15:07: Also die Leute haben unglaubliche Strategien entwickelt.

00:15:10: Okay, und hast du das Gefühl gehabt, dass sich diese Frauen vor allem benachteiligt gefüllt haben dadurch, dass sie ein Alphabietin?

00:15:19: Ich glaube, dass das in diesen Gesellschaften normal ist.

00:15:22: Gerade auch in der syrischen Gesellschafts.

00:15:24: im städtischen Bereich sind ganz andere Leute, die nach Europa gekommen sind und eine ganz andere Gesellschaftsschicht waren.

00:15:31: Aber das waren Bauern, die einfach über die Grenze nach Jordanien gekommen sind zum Teil mit ihrem Vieh, das sie mitgetrieben haben.

00:15:38: Das waren also dörfliche Strukturen mitten in einem Wüstengebiet

00:15:43: Und da

00:15:44: war das Analphabetentum weder eine Schande, sondern einfach eine Tatsache des Lebens.

00:15:50: Wir mussten lernen damit umzugehen und sie trotzdem informiert zu halten.

00:15:55: Also es hängt immer wirklich davon ab wie man etwas bewertet?

00:15:59: Genau!

00:16:00: Es hängt genau von den Umständen ab, wie man mit Analphabetismus umgeht zum Beispiel.

00:16:07: Jetzt mit den Smartphones Tut man sich leichter, da kann man Videobotschaften schicken.

00:16:13: Heute kann man Audio-Botschafts schicken!

00:16:15: Da gibt es jetzt neue Tools... Die gab's damals noch nicht.

00:16:18: Das war im Jahr zwanzig fünfzehn.

00:16:20: Ja?

00:16:21: Na zwanzigg dreizehn war ich in Jordanien.

00:16:23: aber die Leute dort hatten noch keine Smartphones, die hatten halt wenn sie ein Telefon hatten dann so ein altes Dampphone wie Sie so schön heißen.

00:16:31: Melita und du warst ja auch nicht nur in Jordanian, Du warst auch im Irak.

00:16:37: Das war das Frühjahr immer.

00:16:39: Das

00:16:39: war früher, das war unmittelbar nach dem Fall, nach dem Tod des Saddam Hussein, weil ich... das war aber nur sozusagen ein Lückenfüller zwischen zwei festen Positionen.

00:16:53: Ich war schon designiert nach Südafrika zu gehen als Pressesprecherin.

00:16:58: Aber dass diese Position hat erst zwei, drei Monate später angefangen und dann haben sie quasi mich verwendet auf die Schnelle.

00:17:06: Und in den Irak geschickt.

00:17:09: das war ein bisschen scary dort weil ja da haben schon die ersten Anschläge begonnen gegen die Amerikaner uns wir waren.

00:17:19: zu dem Zeitpunkt dachten wir wir sind nicht ziel als UNO sind wir geschützt aber wir haben ja humanitäre Hilfe gebracht.

00:17:26: Aber es ist dann tatsächlich passiert dass Zwei Tage nachdem ich abgereist bin, ist vor dem Hauptquartier eine Lastwagenbombe detoniert.

00:17:38: Und da sind unglaublich viele meiner Kollegen verletzt worden oder umgekommen.

00:17:42: Weil das hat eine Glasfront und viele der Glassplittern die Leute umgebracht und verletzten und entstellt.

00:17:49: Das war grauslich!

00:17:51: Wie hast du gelernt damit umzugehen?

00:17:54: Es ist einfach menschlich... dass man das trifft und etwas mit einem macht.

00:18:01: Und wie hast du gelernt, trotzdem nicht aufzugeben?

00:18:05: Trotzdem weiterzumachen deinen Job weiter zu machen und dich nicht irgendwo zurückzuziehen und sagen ich gehe nicht mehr aus dem Haus oder ich geh nirgends mehr hin weil wenn mir das passiert ... Das ist dir einfach drift!

00:18:20: Das ist eine wirklich relevante Frage und das ist ein Thema, dass auch in UNHC immer wieder releviert wird.

00:18:28: Es waren nicht nur ich, sondern viele Kolleginnen und Kollegen die in schwierigen Situationen waren wo man selbst gefährdet ist oder sehr viel Leid miterlebt.

00:18:38: Und es gibt verschiedene Strategien, es gibt viele die zum Alkohol greifen, viele die dann sozusagen im Wahllosen sechs ihre Entspanung suchen.

00:18:54: Ich habe immer das Glück gehabt, dass ich eigentlich in allen, in fast allen Jobs hatte, ich Freundschaften geschlossen mit Frauen, mit Kolleginnen und es das reden hilft.

00:19:09: Leider weil wenn ich zu Hause andere von dir erzähle, das hab' ich erlebt ist das für die Zuhause viel, viel schlimmer als für uns, die das täglich erleben.

00:19:18: Und sie können sich auch gar nicht vorstellen auf wie es in so einem Krisengebiet zugeht.

00:19:23: Darum ist es immer sinnvoll damit Leuten zu reden, die wissen wovon du eigentlich redest und da habe ich also das Glück gehabt mit... Da hab' ich einige Freundschaften fürs Leben geschlossen und da haben wir.

00:19:35: denen ist es ja genau so, der anderen ist es genauso gegangen wie mir.

00:19:39: Die eine hat zum Beispiel recherchiert Das war in Albanien hat sie vor allem mit Vergewaltigungsabfang gesprochen.

00:19:48: Den ganzen Tag, die wollte es dann auch los werden am Abend.

00:19:52: Also da haben wir sich dann zusammengesetzt und geredet und natürlich auch ein Glas Wein getrunken aber nicht im Suf quasi...

00:20:02: Du hast gerade erwähnt du kannst dich nicht zu Hause anrufen.

00:20:06: Soweit ich weiß warst du damals als du angefangen hast für die Vereinten Nationen zur Arbeit?

00:20:12: Warst du schon verheiratet und auch schon Mutter.

00:20:15: ja Ich bin ja auch Mutter, deshalb frag ich einfach, wie hast du es geschafft?

00:20:22: So lange von zu Hause wegzusehen, wie ist das emotional geschafft.

00:20:27: Also das war manchmal schon sehr schwer... Es ist vor allem dort, wo es weit weg war.

00:20:35: Also ich habe natürlich auch leichtere... Aus Brüssel bin ich jedes Wochenende heimgekommen per Flieger aus Budapest.

00:20:46: Da hab' ich sogar schon am Donnerstag heimfahren können und am Freitag Homeoffice gemacht.

00:20:50: Das war easy!

00:20:52: Aus Moskau bin ich alle vierzehn Tage heim geflogen.

00:20:56: aber wenn man weiter weg war das halt nicht möglich.

00:21:00: emotional schon sehr belastend für beide Seiten zwischendurch.

00:21:06: Eines der schlimmsten Erfahrungen für mich als Mutter war, wie ich einmal aus Südafrika zu Hause angerufen habe und es meldet sich eine Stimme und ich sage wer spricht da?

00:21:23: Und mein Sohn sagt Mama ich bin's.

00:21:26: aber er war im Stimmbruch Und ich kannte das nicht, also es treibt mir heute noch die Tränen in die Augen.

00:21:32: Ich habe mich so mies gefangen.

00:21:34: was bist du für eine Mutter?

00:21:37: Auf der anderen Seite hat er natürlich auch spannende Reisen gehabt.

00:21:42: sie haben mich immer wieder besucht.

00:21:44: Er hat Länder gesehen und erlebt.

00:21:47: zwischendurch waren sich auch mit mir mit im Südafrika Mein Mann und mein Sohn, er hat Sachen erlebt die andere Kinder nicht erleben aber es war auch für ihn nicht immer leicht.

00:22:00: Natürlich hat man das permanente Schlechte gewissen.

00:22:03: ich habe das große Glück gehabt dass meine Mutter nicht nur in der Nähe gewohnt hat sondern sich wirklich aufopfernd gekümmert hat und immer da war, so dass es um meinem Sohn auch eine weibliche Ansprechperson nicht gefehlt hat.

00:22:18: Und ich habe das Glück, dass ich einen Partner auf Augenhöhe hab, der auch nicht in Panik gerät, wann er kochen muss oder waschen.

00:22:26: Also ist das das hat sozusagen, dass das private Umfeld hat funktioniert und das hat sehr geholfen.

00:22:35: Und zwar konnte ich halt wirklich privat leben und Job vereinbaren.

00:22:40: Welches Erlebnis war für dich am Prägensten in deiner Karriere oder eines der prägenste Erlebnisse?

00:22:48: Also ein Projekt, das ich wirklich sehr geliebt habe und dass sich sehr spannend fand.

00:22:57: Ein Projekt, was wir gemacht haben, mir wurde da Auftrag gegeben zu schauen wie man eritrige insomalische Flüchtlinge warnen kann vor den Gefahren der Reise nach Europa.

00:23:11: Weil zu dem Zeitpunkt hatten wir, das war so... ...Zwanzig, fünfzehn, sechzehn hatten wir sehr, sehr viele Todesfälle im Mittelmeer Leute die versucht haben über per Bund und eigentlich auch schon die Jahre davor.

00:23:31: aber da habe ich begonnen mich damit zu befassen mit dieser Gegend Und man wollte schauen, wie man die Leute warnen kann auf was sie sich da einlassen.

00:23:46: Ich habe mich dann ein bisschen in das Projekt vertieft und mir gedacht ich kann dort nicht hingehen oder wir als UNHCR – nicht ich als Person, sondern wir als UAHCR – also eine Organisation, die irgendwo sehr abstrakt wahrgenommen wird Und denen sagen, das ist gefährlich.

00:24:04: Bitte bleibt's da!

00:24:05: Die gehen ja nicht aus Jux und Dollarei, die gehen weil sie in sehr schlechten Umständen leben.

00:24:11: Es war oft so dass Flüchtlinge der zweiten Generation waren die also im Flüchtlingslager aufgewachsen sind irgendwo im Sudan oder wo immer Oder in Kenia und gesagt haben so wie meine Eltern gelebt haben als Flüchtlingen im Lager will ich mein Leben nicht verbringen.

00:24:26: dann gehe ich nach Europa.

00:24:28: Da gab es Schlepper die denen das Blaue vom Himmel erzählt haben und wo sie sich eingelassen haben auf Reisen, die unglaublich gefährlich waren.

00:24:37: Wo die dann versklavt wurden, Zwangsprostitutionen, Zwangsarbeit, furchtbare Dinge und womöglich auch noch am Schluss im Mittelmeer drunken sind also ganz grauslich.

00:24:50: Und da habe ich darüber nachgedacht wie kann ich zu den Leuten durchdringen?

00:24:56: In mich hinstelle oder wir Poster machen

00:24:59: oder Plakate?

00:25:01: Das funktioniert nicht.

00:25:03: Uns trauen sie nicht, die werden sagen ja ihr wollt es nur nicht dass wir nach Europa kommen aber uns gibt's wirklich drum den Leuten zu sagen wege ab bevor du dich entscheidest weil unter Umständen ist schlimmer wo du landest als wo du wegläufst.

00:25:21: und dann sind wir habe ich das Projekt Telling the Real Story entwickelt deren Landsleute, die es nach Europa geschafft haben.

00:25:32: Interviewt haben die so in die Geschichte erzählt wie sie dann gegangen ist?

00:25:35: Wie sich denn jetzt geht was Sie bedauern, was Sie anders gemacht hätten wenn Sie gewusst hätten was Sie erwartet und das hat unglaublich eingeschlagen.

00:25:45: da haben wir also Videos ins Netz gestellt kurze die man auch über Handy teilen konnte und da hatten wir oft bis zu bis zu eineinhalb Millionen Zugriffen im Monat, wenn ein neues Video herausgekommen ist.

00:26:00: Das ist aber dann leider ein bisschen eher in der Bürokratie einerseits der EU noch, aber auch andererseits der Europapyrokratie die das finanziert hat.

00:26:10: Das war ein Projekt, das war quasi auf eine bestimmte Zeit und das ist dort versandelt weil da gab es kein Geld mehr zu Ende gegangen.

00:26:20: Gerade, wie es begonnen hat gerade wir gemerkt haben aha da entstehen jetzt Diskussionen unter in den Herkunftsländern über die Reise und dass man anders machen könnte und muss man weggehen oder kann man das Leben bei uns hier anders gestalten genau das was wir wollten.

00:26:36: hat dann die Bürokratie versagt und hat das Projekt abgerissen?

00:26:41: ja das finde ich auch.

00:26:44: Aber ich bin stolz zu sagen, mit diesem Projekt haben wir neue Standards gesetzt und alle die jetzt Kampagnen machen das genauso.

00:26:51: Indem sie mit den Leuten aus der Community arbeiten und nicht so wie es früher war, Plakata, Broschüre irgendwas was quasi die westliche Organisation erzählt diesen Leuten was sie tun und zulassen haben

00:27:06: Wir arbeiten ja auch gemeinsam an einem Projekt gefallen, als wir uns vor circa zwei Jahren kennengelernt haben oder als wir vernetzt wurden.

00:27:18: Das du gesagt hast ja, schauen wir mal wo wir Synergien finden?

00:27:22: Wo wir zusammenarbeiten können.

00:27:25: und es ist nicht bei diesem Satz geblieben weil das kommt ja des öfteren vormann während jemand kennen und man sagt ja mach mal was gemeinsam und dann versiegt aus im unendlichen Sand der nicht realisierten Ideen sondern bei dir wurde wirklich etwas draus gemacht und du hast einfach dahinter dass wir aus unserem Projekt etwas machen und diese Eigenschaft kommt ja sehr selten vor, aber ich schreibe das auch deiner abenteuerlichen Grundhaltung zur Militär.

00:27:52: Ja man könnte auch sagen eine gewisse Stuhlheit habe ich also wenn wenn ich was durchsetzen will dann arbeite ich so lange daran bis ich es durchgesetzt habe und wenn mir was wichtig und spannend erscheint und bevor er mal fahrt ist und bevor ich ihn irgendwie ins Pensionisten da sein mich zurückziehe mache ich lieber was.

00:28:10: Es wird überhaupt nicht zu dir passen, also könnte man die gar nicht vorstellen so dass du halt im Park sitzt.

00:28:15: Vielleicht sitzt er ja ab und zwar im Park aber nur zum Entspannen oder was?

00:28:18: Tauben vergiften im Park.

00:28:21: Für mich bist du eine Abenteurerin und du bist ja schon von der UNO bis etwas vor zehn oder acht Jahren oder so.

00:28:29: Vor

00:28:29: acht Jahren weg mit zweiundsechzig musste man

00:28:34: weg.

00:28:35: bist du nicht im Ruhestand, das wäre bei dir wirklich falsch beschrieben.

00:28:40: Sondern du bist noch immer aktiv!

00:28:41: Also Abenteurerin bleibt Abenteuererin?

00:28:44: Irgendwie schon ja.

00:28:46: Siehst du dich auch als Abenteurerin?

00:28:48: Ich weiß nicht ob ich... Ich sage immer mir wird leicht Fahrt und dagegen tue ich halt was.

00:28:54: Welche sind deine wichtigsten Werte und welche sind deine Eigenschaften die dich am besten beschreiben?

00:29:01: also ich glaube Humor Das ist schon ganz wichtig.

00:29:08: Es ist gerade auch, du hast vorhin gefragt wie man mit schwierigen Situationen umgeht, mir dann einem gerüttelt Maß an Humor und an Selbstironie kommt man schon sehr weit.

00:29:18: im Leben habe ich den Eindruck wenn man sich selbst nicht so wichtig nimmt Und dann neugierig will den Dingen auf den Grund gehen.

00:29:27: Ich will verstehen warum was funktioniert oder nicht funktioniert.

00:29:31: Nicht so selb technisch, ich bin keine besonders technische Person aber in sozialen Gefühle Und den Dingen auf den Grund gehen und schauen, wie man es richtig macht.

00:29:41: Das ist so mein Ansatz... ...und das hilft mir!

00:29:46: Und das lebst du auch?

00:29:48: Ich versuche

00:29:49: es ja!

00:29:50: Du hast ja auch eine Migrationshintergrund.

00:29:53: Findest du dass dir dein Hintergrund deine Wurzeln auch dabei geholfen haben eine Person zu sein die kein durchschnittliches Leben führt?

00:30:04: würde jetzt einmal so Die Linde ausgedrückt sagen

00:30:10: Was ich mit Sicherheit sagen kann, zweischwachig aufzuwachsen ist ein riesiges Geschenk.

00:30:16: Kroatisch ist meine Muttersprache und meine Eltern haben sehr darauf gedrängt, dass sich das gut kann und lesen und schreiben und alles.

00:30:28: Und ich kann nur sagen, es ist das beste Geschenkt, das man mitbekommen kann, weil man erstens einmal so diese Relativität, dass man weiß in einer Sprache etwas anders als in der anderen.

00:30:43: Man schreibt an das man drückt Dinge anders aus.

00:30:47: Man hat schon von vornherein irgendwie hält man sich und seine Welt nicht für das einzig Mögliche diese eine Welt sondern.

00:30:54: Man lebt schon mal in zwei Welten und das eröffnet einfach Perspektiven und das hat sicherlich auch mitgeholfen

00:31:02: auch dazu beigetragen.

00:31:03: Und

00:31:04: was hilft ist natürlich, dass ich aus einem Haus komme wo immer auch gelesen wurde und diskutiert wurde von klein auf irgendwie man einen weiten Horizont bekommen hat.

00:31:17: also die frühkindliche Erziehung kann man gar nicht sowohl die sprachliche als auch die geistige Entwicklung kann man nicht hoch genug einschätzen.

00:31:28: Ja Melita abschließend möchte ich dich noch fragen was für dich ein sinn erfülltes Leben bedeutet, weil mir ist es auch wichtig in meinem Podcast darauf einzugehen.

00:31:39: Weil ich den Eindruck habe dass gerade jetzt besonders viele Leute unter Desorientierung leiden, besonders viele junge Menschen und deshalb frage ich das die meisten Gäste, was für sie ein Sinn erfüllt das Leben bedeutet?

00:31:57: Und was du denn Zuhörerinnen und Zuhören weitergeben möchtest was Sinn betrifft.

00:32:08: Ich glaube, machen tun das, was man gern macht, tun nicht Videos im Anschauen, nicht Informationen konsumieren sondern sagen okay ich weiß nicht ich kann gut stricken also strikig oder ich kann Gut schreiben also schreib oder mich interessiert dieses oder jenes dann künstlerisch begabt dann mache es Also Dinge zu tun aktiv sich mit den Sachen befassen, die einen bewegen, die einem Spaß machen und nicht nur.

00:32:41: Und ich glaube das vielleicht die moderne Medienlandschaft auch dazu – und Corona hat vielleicht dazu beigetragen – uns dazu verführt, sich dann nur zu informieren, das zu lesen, das so hören, dass sich anzuschauen.

00:32:57: Na mach's selber!

00:32:58: Dann passen Sie

00:32:59: mir.

00:32:59: viel fürs Leben.

00:33:00: Dankeschön Milita, vielen Dank, dass du vorbei gekommen bist.

00:33:05: Gerne!

00:33:06: Ja wir sehen uns ja bald wieder.

00:33:08: ich freue mich schon auf unser Abenteuer in Grado.

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