Zwischen Delfinen und Grenzpolizei: Sebastian Kummers Segelreise durch die Ägäis
Shownotes
Mein Gast ist heute niemand Geringerer als Sebastian Kummer, Professor für Transportwirtschaft und Logistik an der Wirtschaftsuniversität Wien und leidenschaftlicher Segler. In dieser Episode erzählt dir Sebastian Kummer von seiner ganz persönlichen Odyssee: Allein auf einem Segelboot, unterwegs in der Ägäis während der ersten Covid-Lockdowns, mit unerwarteten Herausforderungen, Crewwechseln, Einreiseverboten, knappen Vorräten und existenziellen Grenzerfahrungen und einer unglaublichen Portion Optimismus.
Du erfährst, wie es Sebastian Kummer geschafft hat, 67 Tage allein auf dem Meer zu überstehen, welchen Einfluss seine Einstellung und sein Mindset dabei hatten und was für ihn Abenteuer bedeutet. Von improvisierten Lösungen an Bord, sportlichen Routinen, inspirierenden Begegnungen mit Delfinen und Schwalben bis hin zu philosophischen Überlegungen zum Existenzialismus und dem Umgang mit Unsicherheit – lass dich von dieser außergewöhnlichen Geschichte inspirieren!
Links Sebastian Kummer
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Transkript anzeigen
00:00:09: Hallo, hier ist Birgit Hochreiter.
00:00:10: Herzlich willkommen bei einer neuen Episode meines Podcasts Perspektive-Abenteuer!
00:00:17: Mein heutiger Gast ist ein wahrer Abenteurer.
00:00:22: Er ist einerseits Universitätsprofessor an der
00:00:26: B.U.,
00:00:26: an der Wirtschaftsuniversität Wien für Transportwirtschaft und Logistik und auf der anderen Seite ist er ein Segler In der EG ist hinter sich, also so wie Odysseus war auch er in der EGS unterwegs.
00:00:44: Herzlich willkommen Sebastian Kummer!
00:00:47: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:00:49: Ich freue mich sehr dass du hier hergekommen bist ins Jägerwaldstudio in Wien an diesem wunderschönen Sommertag.
00:00:55: das sieht man jetzt nicht aber wir wissen es und haben den Sommer mit uns ins Studio gebracht.
00:01:01: Sebastian ich möchte jetzt einmal gleich mich ins Geschehen stürzen und mit dir über deine OCC sprechen.
00:01:11: Die hat in Covid-Zeiten stattgefunden, und du warst alleine mit deinem Segelboot über mehrere Monate unterwegs.
00:01:21: Kannst Du uns kurz darüber erzählen wie es dazu gekommen ist?
00:01:28: Ja das war so... bevor ich weiter von Tahiti nach Australien segeln wollte Da was zu dem Zeitpunkt nicht ging, weil da die Typhoon-Season war.
00:01:40: Wie die Hurricane-Seasons in der Karibik ist gibt es auch im Pazifik eine Saison wo es diese Wirbelstürme gibt.
00:01:48: Wollte ich einen Schiff überführen von Lesab de Dolan das Licht an der französischen Atlantikküste dann eben entlang der portugiesischen Küste durch die Straße von Gibraltar in die Türkei nach Göttschek.
00:02:01: Und ja, ich habe das Schiff am zwanzigsten Februar übernommen und da waren wir alle guter Dinge noch.
00:02:07: So Covid-Stands war schon so ein bisschen da aber im Grunde genommen – Ich dachte ehrlich gesagt noch, naja!
00:02:12: Das wird vielleicht wieder wie die anderen Krisen auch auf Asien begrenzt bleiben weil in China war es schon ausgebrochen?
00:02:18: —
00:02:19: Zwanzigzwanzig war das.
00:02:20: — Zwanzigzwarzig genau.
00:02:21: Im Februar... Und ja, und dann wurde das halt im Laufe der Zeit immer stärker.
00:02:29: Und so bin ich praktisch in dieses Abenteuer geworfen worden sozusagen vom Schicksal oder wie immer man das meint.
00:02:36: Im Grunde genommen war es so wir hatten in Malaga einen Crewwechsel gemacht.
00:02:41: Ich wollte ursprünglich mit Friends & Family sagen wir also mit Freunden und der Familie segeln und immer somit nicht alleine sondern mit Gruppen.
00:02:49: und dann hatten wir den letzten Crewwechsel in Malage und war dann mit zwei Freunden unterwegs, haben schon zwei auch schon abgesagt wegen der Situation.
00:02:56: Und wir wollten eigentlich nach Palermo segeln und dort wieder Crewwechsel machen.
00:03:01: Und am neunten März ruft mich mein italienischer Freund Andrea Benini ein und sagt Sebastian ihr müsst überlegen was ihr macht weil Italien hat jetzt einen totalen Lockdown nicht machen.
00:03:14: Und dann habe ich zu meinen Freunden gesagt, das Schicksal ist auch ganz interessant.
00:03:17: Wir wollten ursprünglich direkt nach Sardinien segeln aber es kam so ein Sturm und deswegen haben wir gesagt, wir suchen Schutz im Süden von Mallorca in einer Bucht.
00:03:28: Das war genau an dem Tag.
00:03:30: Also alles kann man eigentlich gar nicht erfinden.
00:03:32: Es ist wirklich faszinierend wie das manchmal zusammenspielt.
00:03:35: Dann hab ich zu meinem beiden Freund, die mit mir waren, gesagt Ich glaube er ist besser ihr Fahrt nach Hause treffen, für das Abenteuer und gegen das Abnteuer.
00:03:45: Und da ich grundsätzlich wie du ja in der Einleitung richtig gesagt hast eher für das abenteuer bin und immer mal gesagt hat Ich möchte irgendwann mal alleine die wir segler sagen dazu einhand obwohl man ja zwei hände hat aber ein Hand segeln.
00:03:58: und jetzt ist dass der wink des schicksals Das glück was vorbeizieht das greife ich jetzt und segel weiter weil die alternative wäre gewesen das schiff in irgendeiner marina in auf mal locker zu lassen und nach hause zurück nach wien zurück zu kommen gehen und im Lockdown zu sitzen.
00:04:13: Das fand ich also nicht sonderlich attraktiv, obwohl der Lockdown da doch noch nicht beschlossen war.
00:04:17: aber das war mir dann schon relativ klar dass das so kommen würde.
00:04:20: ja und dann war ich eben alleine und das Glück war im Grunde genommen auch, dass am Anfang das lief eigentlich alles ganz gut und ich wusste, ich dachte immer noch in zwei Wochen bin ich dann in der Türkei gibt das Schiff ab und fliege wieder zurück und dann werden wir mal weiter sehen.
00:04:41: Erst am Tag, bevor ich dann in die Türkei einreisen wollte, habe ich angerufen im Volkern den Leiter von der Basis Peter Yachting.
00:04:50: Er ist ein österreichisches Charterunternehmen für das überführt hatte.
00:04:53: und da hab ich ihn angerufen und gesagt, sag mal Volkarn kann nicht auch nachmittags kommen weil er hatte die Kontakt mit dem Behörden.
00:04:59: und dann sagte der, nee ich habe ganz schlechte Nachrichten, du kannst überhaupt nicht einreißen!
00:05:03: Und dann habe ich doch auch noch nicht so schlimm, dann halte ich mich mal in der Nähe der türkischen Küste in den griechischen Inseln auf.
00:05:12: Ich bin ja europäischer Staatsbürger... Genau!
00:05:15: Ja und fahre da und ich wusste dass in Griechenland da auch schon Lockdown war.
00:05:21: Da war ich immer extra in den Buchten sozusagen in einsamen Buchten eher.
00:05:26: Und dann aber am zweiten Tag kam die griechische Koskart und hat mich unter vorgehaltener Maschinenpistole mir gesagt, eigentlich müssten sie mich ins Gefängnis werfen.
00:05:35: Das fand ich aber bei Covid-IX auch keine ganz gute Alternative.
00:05:40: oder Sie haben gesagt, ich müsste Griechenland sofort verlassen.
00:05:43: Ich kann aber nirgendwo hin weil alle Länder zu dem Zeitpunkt Einreiseverbote hatten für Schiffe wegen dieser Kreuzfahrtproblematik auch, weil da die Kreuzahrtsschiffe ja so ein bisschen umherirrten Und dann habe ich eben geschlossen, ja aber besser als ins griechische Gefängnis zu gehen versuche ich mich irgendwie in der Türkei im Buchten zu verstecken.
00:06:04: Also insofern bin ich zehn Jahre umhergeirrt wieder oder?
00:06:07: das ist aber auch da mehrere Sachen weil im Hintergrund die immer versucht haben dass wir doch einreisen können und dann hat es aber mehrmals nicht geklappt.
00:06:17: Ja, so war es dann eben siebensechzig Tage lang und das war also faszinierend natürlich.
00:06:22: Da entstehen natürlich bei mir mehrere Fragen.
00:06:24: Ennersets nehme ich an, dass du nicht für siebenundsechzig Tage Proviant an Bord hattest Oder Strom, Vorräthik, Hardtests.
00:06:37: Ich weiß nicht wie das auf dem... Ja,
00:06:39: das ist...
00:06:40: Was
00:06:41: hast du da gemacht?
00:06:41: Also ich bin ja Wissenschaftler deswegen bin ich ja nicht so gläubig aber irgendwie mir verschafft immer es gibt immer diese Winke des Schicksals und irgendwie kann die immer sehen.
00:06:50: Ich weiss auch nicht woran's liegt.
00:06:52: Es gibt so ganz lustige Geschichten dazu.
00:06:54: also erstens mal als der Schiff übernommen war ich erst drei Tage alleine in Lesar-Bedouillon weil ich hab gesagt und macht breite das vor für die Reise.
00:07:04: Und dann kommen erst die Freunde, damit sie sozusagen das gut haben und am nächsten Tag legen wir ab.
00:07:08: Also die haben's gut!
00:07:09: Die Arbeit mache ich vorher.
00:07:10: Das macht mir auch nichts aus.
00:07:11: Ich mach das gerne.
00:07:14: Dann fahre ich an so einem Cafur vorbei und denke mir ah Leben wie Gott in Frankreich.
00:07:20: und da habe ich schon erstmal richtig viel eingekauft.
00:07:22: Es gibt so lustige Geschichten.
00:07:24: gegenüber von diesem Cafur war so ein hat Einrichtungshaus und die hatten so eine Aktion mit Klopapier.
00:07:31: Also ich weiß es nicht, das war fünfzig Rollen Kloppapier mit so karibischen Aufdrücken zum Sonderangebot.
00:07:38: oder habe ich gesagt naja, da kaufe ich sie auch.
00:07:40: Also Kloprapier hatte ich dann und ich wollte ja eigentlich sozusagen immer mit vier Kruß-Avier bis sechs Leuten segeln also relativ viel.
00:07:48: deswegen habe ich erst mal alles richtig viel eingekauft.
00:07:50: Und das Interessante ist, und dann waren wir noch mal in Porto, mussten noch einmal ein Messgerät kaufen um Strom zu messen.
00:08:00: Strommessgeräte, einen Multimeter weil wir hatten so Stromprobleme.
00:08:04: und gegenüber diesem ... Baumarkt, in dem wir das gekauft haben.
00:08:09: Da war auch ein Supermarkt und dann haben wir auch Importe noch mal gekauft.
00:08:12: Und dann war uns das Schicksal heult.
00:08:14: Wir haben angelt immer gefischt und auf dem Weg von Malaga nach Mallorca zwei große Tunfische gekauft Und da das Schiff glücklicherweise auch eine Tiefkultur haben, haben wir die praktisch dann eingebracht.
00:08:29: Also und dann habe ich jeden zweiten Tag Tunfisch gegeben.
00:08:32: Aber dann gibt es auch noch ne ganz lustige Geschichte.
00:08:34: am Ende war Wasser knapp und natürlich frische Sachen auch.
00:08:38: also ich hatte kein Obst mehr und kein Gemüse aber so Dosen hatte ich eingekauft.
00:08:42: als alter Segler hat man immer ein paar Dosen die man aufmachen kann Und Gas war knapp und das auch so lustig.
00:08:50: Da war auf dem Schiff eigentlich nur eine Flasche Gas, als der Schiff ausgestellt hat und da war ein Schiffsausstatter, der direkt an der Marina war und dann habe ich da gefragt nach der Gasflasche und er wollte da irgendwie hundertzwanzig oder hundertdreißig Euro für haben und für so ne fünf Liter Flashe und das ist natürlich vollkommen absurd!
00:09:07: Dazu muss man wissen wenn man das mit Schiffszertifikat kauft es ist immer drei, dreimal viermal so teuer.
00:09:13: Es gibt ja in manchen Bereichen weil Bereitschaften für die Sportarten immer so hoch sind.
00:09:18: Und das habe ich aber dann nicht gemacht, weil ich sparsam erzogen worden bin.
00:09:21: auch und dann bin ich aber in dem Kofur am letzten Tag, haben wir gesagt gehen noch mal um frisches Obst einzukaufen?
00:09:27: Und da hab' ich gedacht, weil das Original so Campinggasflaschen sind und da war genau eine Camping Gasflasche für, ich glaube, sechzig Euro, da hab ich gesagt, die nehme ich dann mit und dadurch hatte ich praktisch dann schon Mal zwei Und ja, und dann am Ende war es dann so, ging das rein.
00:09:44: Dann habe ich improvisiert auch.
00:09:45: Das ist also glaube ich ganz wichtig.
00:09:47: Dann hab' ich zum Beispiel um Gas zu sparen.
00:09:50: Habe ich dann das Wasser für die Kartoffeln mit so einer Glasdeckel draußen hingestellt in die Sonne und erstmal ein bisschen vorgewärmt Und Wasser aufgefangen.
00:10:01: Das Schiff hatte also Regenring, da habe ich dann Töpfe runtergestellt wenn es geregnet hatte.
00:10:06: Da war Saharasand zum Teil drin, schön abgeschüttet und abgekocht auch damit man's verwerten kann.
00:10:18: Ich hatte viel gelesen.
00:10:20: Seit meiner Jugend eigentlich begeisterter Segler und hab immer von diesen Weltumsegelungen gelebt und früher gelesen.
00:10:26: und früher war das natürlich viel schwierig weil es gab keine Wassermacher und es gab nicht alle diese Möglichkeiten, die wir heute haben bei den auf den modernen Segelbooten.
00:10:35: Und die haben dann eben auch immer das Regenwasser oder ganz oft früher aufgefangen und abgekocht und getrunken.
00:10:42: Das kannte ich so!
00:10:44: Und vom Strom her war es so dass dieses Schiff leider keine Solartechnologie hat also normalerweise... Ich bin ein großer Das wird dann wieder alles sprengen, aber ich bin letztes Jahr mit einem voll elektrischen Katamaran der sowohl alle Energie über die Solarpanels erzeugt gesegelt.
00:11:01: Aber das ist eine andere Geschichte, dieser Katamarar mit dem ich unterwegs war hatte keine Solartechnologie und dann haben wir praktisch Diesel mit dem Diesel den Motor laufen lassen und darüber über die Lichtmaschine faktisch Strom erzeugten musste habe ich jeden Tag so ein bis anderthalb Stunden muss sich das machen Und natürlich ganz sparsam bin ich mit dem Strom umgegangen.
00:11:22: Und da brauchte ich allerdings auch nicht viel, weil die Kühlschränke am Ende noch die Tiefkühltruhe und einen Kühlstrand laufen lassen.
00:11:32: Die brauchten ein bisschen und sonst licht hatten wir relativ wenig.
00:11:35: Da hat LED's.
00:11:36: Also das ist sich ausgegangen?
00:11:40: Diesel hatte ich genug, weil ich viel gesegelt war.
00:11:41: Ich war fast die ganze Zeit gesegnet.
00:11:43: Also ich hatte praktisch fast gar nicht motort.
00:11:49: Ich bin ja segler um zu segeln und nicht zum Motoren.
00:11:52: Also viele andere Leute, die motoren gerne ... Ich höre gar nicht diesen Lärm des Motors.
00:11:57: Die Umweltverschmutzung merke ich natürlich auch nicht.
00:12:01: Und deswegen habe ich fast die ganzen Strecke gesegelte.
00:12:07: verwendet, um die Manöver zum Ankern oder so macht man den.
00:12:14: Der Tank war voll, die hatten wir voll gemacht in Gibraltar natürlich aber eben bei den frischen Sachen da war es knapp geworden.
00:12:22: Wenn du das jetzt erzählst, klingt das ja auch so locker und flockig.
00:12:27: Das war nix dabei, siehundsechzig Tage, das macht man immer wieder mal zwischendurch.
00:12:33: und trotzdem frage ich mich wie du das mental bewältigt hast.
00:12:38: Weil du warst wahrscheinlich einerseits nicht darauf gefasst, siebenundsechzig Tage da alleine herum zu irren und andererseits als Mensch braucht man ja doch hin- und wieder Gesellschaft Menschen mit denen man sich austauschen kann und nicht nur telefonisch oder so sondern Man ist ja ab und zu ein doch gerne in Gesellschaft, oder?
00:13:02: Ich weiß nicht ob du davor schon einmal in den Sechzig-Tage ganz alleine ohne persönlichen Kontakt verbracht hast.
00:13:08: Wie hast du das
00:13:09: geschafft?!
00:13:10: Ja, also das wie gesagt erstes mal wusste ich ja nicht dass es so lange war und das allerwichtigste für mich war Dass Ich eigentlich mit der wu vereinbart hatte dass ich nur eine halbe stelle habe Nicht Eigentlich Sondern vereinbart Hatte dass ich eine halbes stelle hatte Und der ich hab also nur im wintersemester unterrichtet und Das war ja praktisch anfangs gesommersemesters Also das war Für.
00:13:33: Mich das aller wichtig hat.
00:13:34: die arbeit konnte ich dann von übers internet Natürlich Vom vom bot auch macht Obwohl, wie gesagt eigentlich freigestellt war.
00:13:41: Also für mich ist die Prozent auch natürlich fünfzig Prozent Bezahlung immer und das war eigentlich sozusagen meine größte Sorge eigentlich fast gewesen.
00:13:49: ich bin so ein bisschen preußisch Das muss man dazu sagen Und dann darf man nicht vergessen.
00:13:55: also normalerweise Ich habe immer auf mich prasseln immer so viele Dinge ein ich hab immer so viel an der Uni und so viele Termine so viele Projekte Und und dann für mich war das irgendwie.
00:14:04: wieso?
00:14:05: Man muss glaube ich Bin sehr gut immer die richtige Einstellung zu finden nicht irgendwie intuitiv.
00:14:10: und ich habe sofort mir gesagt, ich hab zum Beispiel immer gesagt das ist die schönste Quarantäne der Welt.
00:14:15: Ich habe gesagt besser hat es keiner!
00:14:17: Ich konnte immer dann hinterher sich dann nicht mehr gesegelt werden.
00:14:20: als ich die Strecke gesegnet bin war's für mich auch fantastisch dass weil ich das ja so begeistert segle das kann man sich ja auch nicht machen.
00:14:26: ich bin Tag- und Nachtjahr gesegelt ohne anzulegen.
00:14:29: und da das ist so das kannte ich auch aus den Berichten stellt man sich den Wecker immer alle Viertelstunde und dann guckt man nur rum ist nachts ist irgendwas und dann licht man sich wieder schlafen.
00:14:41: Ja, alle Viertelstunde
00:14:42: immer?
00:14:42: Ja,
00:14:43: Alle Viertellstunde!
00:14:44: Und wenn ich dann gefuscht habe, hab' ich ein bisschen siebzehn Minuten oder achtzehn Minuten mal gemacht.
00:14:48: Und dahinter weißt du nicht mehr wie oft du aufgestanden bist... ...und das wusste ich auch überhaupt nicht ob das funktioniert.
00:14:55: Aber ich wusste eben dass die Leute das so machen, die Ein-Anzägler.
00:14:58: Das hat wunderbar funktioniert.
00:15:01: Ich war, hab mich überhaupt nicht müde gefühlt und ganz im Gegenteil, auch mit Schlafforschern gesprochen, die haben auch gesagt ja das kann man so.
00:15:15: Der Körper stellt sich darauf ein und dann wenn du jeden Tag den Sonnenuntergang sehen kannst, jeden tag den Sonneaufgang sehen kann nicht so schlecht.
00:15:23: Das hast Du hast da nie irgendwo angelegt also irgendwo weit
00:15:26: weg?
00:15:27: Ja, genau.
00:15:28: Also während der Zeit also von Malorka bis nach kurz vor der Türkei da habe ich dann praktisch nicht bin ich durchgesägelt.
00:15:39: und von zurück, von der Türkei bis nach Kroatien.
00:15:49: Das habe ich noch nicht erzählt jetzt wie es sich dann auflöst aber da bin ich genau, da hab' ich mich acht Tage, acht Nächte durchgesägelt.
00:15:58: ja das war schon auch ziemlich heftig.
00:16:01: vorher waren's dann... Ich habe einmal zwei Tage Zwischenstopp gemacht in den lipa-dischen Inseln, weil da kam eben auch wieder ein Sturm und ich wollte eigentlich noch vor dem Sturm zwischen Italien und Griechenland durchsegeln.
00:16:16: Und dann kam aber als ich durch das Bocca della Leona oder dass das Löwenmaule gesegelt bin zwischen Lipadi und Vulcano.
00:16:27: Da kam dann eine halbe Stunde später über man hört immer den Funk ab und da kam auf dem Kanal diese Warnung und dann kam eine Starkwindwarnung von der Italienischen Kursgat.
00:16:39: Und dann habe ich gesagt, Nein, das kann ich eigentlich nicht verantworten.
00:16:42: Safety immer first beim Segeln ist ganz wichtig.
00:16:46: im Leben bin ich nicht immer so der Meinung aber beim segeln unbedingt.
00:16:50: und dann habe ich gesagt okay ich segel zurück nach vulcano.
00:16:54: das hat so zwei buchten eine die es gegen osten offen und die andere gegen westen offen und ich wusste dass die front zu durchzieht.
00:17:02: das heißt wir hatten also erst der sturm kam erst aus westen.
00:17:05: da war ich in erster nacht in der östlichen bucht durchgeatmet, hat der Sturm auf die andere Seite gefahren und hab dann da geankert.
00:17:13: Und war dann da zwei Nächte da und habe dann gar nichts gemacht, also geschwommen.
00:17:19: aber ja...
00:17:21: Ja und so wie war das sein Tagesablauf?
00:17:23: Weil du hast ja unendlich viel Zeit gehabt.
00:17:26: Die unendlichen Weiten des Tages lagen immer vor dir.
00:17:29: Was hast du gemacht?
00:17:30: Ja, also als ich gesegelt habe, hat man viel zu tun natürlich.
00:17:34: Da musste ich ja immer Navigation machen und immer aufpassen.
00:17:37: Also da war mir überhaupt nicht langweilig.
00:17:39: Und als ich dann natürlich in den Buchten war... Das ist ganz wichtig!
00:17:43: Da hab' ich versucht eben tatsächlich auch mehr oder weniger intuitiv den Tag zu strukturieren.
00:17:49: Ich bin sonst eigentlich nicht so ein Typ der Soziele setzt.
00:17:52: Ich habe immer so viele Ideen und verfolge meistens meine Ideen.
00:17:57: Wenn man was mit Leidenschaft macht ich so ein bisschen so ein Abenteurer.
00:18:00: Wenn man was mit Leidenschaft macht, dann macht man es meistens auch ganz gut und deswegen fallen mir Gott sei Dank in meinem Leben sind mir die Dinge oft zugefallen.
00:18:09: aber da habe ich gesagt Ich mache mir so Ziele und zwar Einziel war ich möchte fitter aus der Krise wiederkommen als vorher und dann.
00:18:16: Deswegen hab ich gesagt also Sport war bei mir immer.
00:18:18: Dann habe ich immer gesagt ich mach morgens immer eine Einheit und nachmittags eine Einheitssport.
00:18:23: richtig ne so dreiviertel Stunde bis stunde Und morgens bin ich immer fünfzigmal um das Schiff geschossen.
00:18:28: was war das Ziel?
00:18:29: und damit ich auch die armen Muskulaturen ein bisschen mache, habe ich so Klimmzüge am Boot gemacht meistens.
00:18:34: Und am Nachmittag bin ich immer mit dem Kajak – das war dann auch um die Stimmung.
00:18:38: Man muss ja nicht nur die Muskeln stärken, sondern auch die Stimmungen habe ich eine kleine Kajaktur gemacht, da habe ich mich gefreut.
00:18:47: Insofern, das war das eine und dann hatte ich zwei Buchprojekte dabei.
00:18:53: Also ein Buchprojekt über Einführung.
00:18:55: die Transportwirtschaft ist ein Lehrbuch.
00:18:56: was ich geschrieben habe Das muss aktualisiert werden.
00:19:01: Daran hab' ich gearbeitet Und weil da so viel passiert ist während der Reise kann man gar nicht alles erzählen wusste ich schon dass es ja doch relativ spektakulär wäre und habe dann das Manuskript für das Buch was wir hinterher auch veröffentlicht haben.
00:19:14: mit Kummer ohne Sorgen heißt das Das.
00:19:17: daran habe ich an diesem Manuskript geschrieben und so hatte ich praktisch genug zu tun.
00:19:22: Und morgens habe ich erst mal schöne Stunde in der Sonne gefrühstückt, Zeitung gelesen am iPad über das Internet runtergeladen die Zeitungen und mich informiert und dann hatte ich viel Zeit da und habe eben viel auch mit Freunden telefoniert.
00:19:41: Und dann gab es riesiges Medieninteresse, das war so.
00:19:45: Ich hab jeden zweiten Tag sicherlich ein Interview geführt und dann wollten alle Videos haben.
00:19:50: Dann habe ich angefangen, Videos zu machen.
00:19:52: Das hatte ich vorher nicht gemacht.
00:19:54: Ich war vorher auf Facebook.
00:19:55: Ich hatte immer Social Media, fand ich immer ein bisschen, sagen wir mal, nicht kritisch.
00:20:00: Aber ich dachte immer, auf Facebook möchte ich nur mit Freundemefreundet sein, mit denen ich wirklich befreundet bin im Realleben physisch.
00:20:07: Deswegen hatte ich ganz wenige.
00:20:09: Aber als dann sozusagen das anfing, dann kamen so viele Leute die mich kannten aus was war sie vom Studium oder von anderen Dingen?
00:20:17: und dann habe ich gesagt ja dann mache ich das ein bisschen mehr und dann haben viele fand es auch ganz gut.
00:20:21: Dann habe ich dann immer sozusagen jeden zweiten jeden Tag oder jeden zweiten taren video gemacht was ich gemacht hab so ganz lustige Sachen.
00:20:27: Ich habe ja und dann musste sich das Boot natürlich auch das Denken kann man sich auch nicht so vorstellen.
00:20:31: So ein Boot ist halt auch groß Das große Boot auf dem ich zusammen war war Also ungefähr vierzehn Meter mal acht Meter fünfzig.
00:20:40: Und das muss geputzt werden.
00:20:42: und ja, da ist halt viel gekocht.
00:20:44: kochen musste ich auch alles.
00:20:46: Das heißt also langweilig war mir überhaupt nicht?
00:20:48: Ja was trotzdem.
00:20:52: Deine Skills oder deine Einstellung ist jetzt nicht alltäglich.
00:20:58: Eine solche Situation so gut bewältigt die sind nicht alltäglich.
00:21:02: Was gibt dir dieses... Oder worauf führst du dieses positive Mindset zurück.
00:21:11: Also du hast jetzt nicht das Opfergefühl, sondern du hast einfach gesagt machen wir das Beste aus so Serendipity nennt man das.
00:21:18: ja.
00:21:19: was macht man aus dieser Situation?
00:21:21: Woher namst du dieses Mindset?
00:21:25: Ja, also da gibt es sicherlich verschiedene Gründe für.
00:21:28: Also erstens mal wenn man's metaphysisch sieht ich bin Sonntagsgeborene und sage mir die Sonntagskinder haben auch einen fröhlichen Riskenmüt.
00:21:36: Dann habe mich meine Eltern sicherlich auch so erzogen dass man... Ich hab früh angefangen Regatta zu segeln.
00:21:43: Also ich habe viel Sport gemacht Leistungssport Und im Leistungssport war auch Weltmeisterschaften im Segeln gesegelt.
00:21:50: Da lernt man halt man ist dafür verantwortlich.
00:21:52: Klar also viele Männer die geben wir immer, suchen immer nach externen Schuldigen.
00:21:58: Im Sport nützt ihr das irgendwie nicht so viel klar?
00:22:01: Das kann sie schon mal... hast auch manchmal Pech!
00:22:04: Aber in Wirklichkeit weiß es nicht eigentlich an deiner Leistung.
00:22:07: Das ist das ein und dann bin ich katholisch erzogen worden.
00:22:10: Ich bin zwar nicht sonderlich gläubig aber das ist ja irgendwie so.
00:22:13: der Schicksal spielt da ja auch immer eine Rolle.
00:22:16: Das hat vielleicht auch irgendwo im Hinterkopf hängen geblieben und dann habe ich oft lange darüber nachgedacht habe ich, glaube ich zwei drei Sachen die sehr glücklich sind bei mir.
00:22:27: Ich hab Volkswirtschaftslehre und Philosophie studiert bevor ich Betriebswirtschaftslehrer studiert habe und das habe ich deswegen gemacht weil ich sehr stark vom den Existenzialisten beeinflusst worden bin von Albert Camus und Jean Paul Sartre den Französischen insbesondere.
00:22:47: Ich immer das Gefühl hatte, dass dieses Leben absurd ist und es auch so eine existenzialistische Erkenntnis.
00:22:55: Die Menschen sind in dieses Leben geworfen sozusagen.
00:22:58: Wir finden uns davor, wir wissen gar nicht genau warum.
00:23:00: Also gut unsere Eltern haben uns gezeugt.
00:23:02: aber die biologische Erklärung, aber die Geistige beschäftigt die Menschen ja seit ... Ja, seit wahrscheinlich sie denken können.
00:23:17: Und eigentlich mehr oder weniger bei allen Extenzialisten ein bisschen unterschiedliche Ausprägung ist es aber so dass es eben darauf ankommt die Sinngebung des Sinnlosen.
00:23:27: Also mein Lieblings neben der Fremde von Kamu... was mir da sehr geholfen hatte in der Situation weil das im Zeiten der Pest spielt einer Pandemie.
00:23:42: Aber den Mythos vom Sisyphus, den finde ich also fantastisch und der Mythos von dem Sysyphus muss diesen ist von den Göttern verurteilt, den Stein immer hochzurollen, den Berg und dann rollt er wieder runter und das muss unendlich machen dass die größte Strafe seines Lebens.
00:24:00: und Albert Camus sagt also ein bisschen frei übersetzt würde ich sagen oder meine Interpretation er pfeift dabei ein Lied nicht?
00:24:10: Camus führt das natürlich viel, viel besser aus.
00:24:12: Aber im Wirklichkeit sagt er man muss das Schicksal sozusagen annehmen.
00:24:16: und der Süßefoss zumindest ist es die Vorstellung von Camus schlägt den Göttern ein Schnipchen oder bewältigt diese Strafe dadurch dass er sich daran erfreut und sozusagen dieser sinnlosen Tätigkeit irgendeinen Sinn gibt.
00:24:33: Und das glaube ich habe so intuitiv auch gemacht und ich wusste Und für mich, das war ja eigentlich auch ganz irre.
00:24:45: Für mich war ich einerseits sehr nah an der Covid-IX Krise, weil... Hatte ich gar nicht erzählt.
00:24:51: Ich hatte zu der Zeit eine Professur auch in China, weil die Fünfzig-Prozent-Stelle, also kurz nachdem ich die zugesagt hatte haben mich meine chinesischen Partner angerufen und haben gesagt eigentlich möchten wir das du Professor bei uns wirst Also ein Stiftungsprofessor würden wir auf Deutsch sagen.
00:25:07: Und dann habe ich gesagt man darf ja in China In Asien nicht nein sagen.
00:25:11: Das wusste ich schon.
00:25:12: und da habe ich nicht gesagt Nein Sondern hab ich gesagt Ja ich würde es wahnsinnig gerne machen aber Zeit.
00:25:18: Und dann habe ich gesagt, die Zeit ist gar kein Problem!
00:25:21: Du musst nur zwei Wochen im Semester nach China kommen und dann habe Das ist wieder auch so eine Sache, also ein Abenteuer oder so.
00:25:30: Dann sage ich alle Leute die würden sich freuen wenn sie sowas angeboten werden und das kann ich eigentlich nicht ablehnen.
00:25:36: dann habe ich das angenommen und daher und im Januar mit den Januar-Zwanzig mein Kollegen gesprochen hatte.
00:25:42: da haben die mir schon gesagt Sebastian dieses Jahr wird das nix weil die wussten da schon und daher war ich also einerseits mit dieser Pandemie sehr früh schon involviert aber andererseits war ich natürlich auf dem Schiff.
00:25:55: Ich war total entspannt.
00:25:57: Also ich kann den, wo soll der Virus kommen?
00:25:59: Wenn dann die Kurve aufs Schiff kam.
00:26:01: Da habe ich immer gedacht möglichst Abstand halten aber sonst konnte er eigentlich nicht da kommen ... Und dann erschien mir das natürlich wirklich absurd.
00:26:11: Was Absurder ist, als wenn gegen dich ein Einreiseverbot wegen der Gefahr des Viruses verhängt wird?
00:26:19: Du weißt aber dass du also wirklich einer derjenigen, die garantiert keinen Virus haben und auch das offensichtlich war – das waren ja auch den Leuten, als ich da nämlich hinterher endengültig für fünfzehn Minuten in die Türkei eingereist bin und sofort wieder ausgereist werden.
00:26:34: Das war dann der Deal, den wir abgeschlossen haben mit den türkischen Behörden.
00:26:38: Der Arzt, der mich auf Covid-IX getestet hat, dem war das ganz peinlich auch.
00:26:44: Aber er hat mir dafür auch einen Blumenstrauß mitgemacht!
00:26:48: Da sind die Türken natürlich wirklich Weltklasse und ich weiß dass einige im deutschsprachigen Raum sehr viel international Porzellan zerschlagen worden, aber die Menschen sind ja immer noch so herzlich.
00:27:07: Das waren, die wussten das auch.
00:27:09: Dass ich sicher keinen Kurbel hatte und ich war ja nur für fünfzehn Minuten da.
00:27:13: also deswegen war es eher schon dass sie das getestet haben wäre er schlecht weil ich dann wieder Kontakt mit jemand hatte.
00:27:18: aber da war ich ganz entspannt und deswegen war diese ganze Situation für mich auch relativ... Also das war eine der Sachen die mir auch sehr absurd vorkam.
00:27:29: Aber wie gesagt ich war da sehr glücklich auf dem Schiff und dachte Ich habe's viel besser als alle anderen.
00:27:38: Das war auch so, das war sicherlich privilegiert.
00:27:42: Und wie ist es dann doch zu einem Ende gekommen?
00:27:46: Wer hat dich dann doch einreißen lassen?
00:27:48: oder was war das?
00:27:49: Ja, das war auch ganz kurios.
00:27:51: Also erstes mal war es so... weil du ja gesagt hast ich habe mich ja nie alleine gefühlt.
00:27:57: Das ist auch so, objektiv war ich alleine.
00:28:01: also lustig war auch der Wander kam zum Teil dann Fischer vorbei türkische.
00:28:06: die konnten aber kein Wort englisch und auch deutsch nicht.
00:28:09: Und wir haben nur per Zeichensprache immer Die wollten mir dann irgendwas unterabhab' ich immer gesagt brauche keine Hilfe und so.
00:28:15: Und dann, was ganz toll war.
00:28:17: Da waren ganz viele von meinen ehemaligen Studierenden und Studentinnen und Studenten.
00:28:21: Die haben dann oft angerufen und ich sage jetzt mal nicht richtig, sondern wir haben auch an der WU sehr viele türkische stämmige Studentinnen und Studenten.
00:28:31: Und die haben dann angerufen, da haben gesagt ja mein Onkel kennt den Vizverteidigungsminister also jetzt nicht wörtlich wie das halt so ist.
00:28:39: Aber ich habe immer gesagt nee, also brauche ich gar nicht!
00:28:42: Ich hab kein Covid, ich will eigentlich nur einreißen.
00:28:47: Und dann war es aber so, da war ich dann praktisch schon zwei Monate unterwegs und das war glaube ich am fünften April lief der Einreiseverbot aus.
00:28:59: Dann hat die Türkei dieses nochmal um einen Monat verlängert.
00:29:04: Und dann habe ich gesagt, ja, weil das war so wie ich das erzählt habe.
00:29:10: Ich war schon echt normal gut drauf.
00:29:13: Aber nach zwei Monaten habe ich schon gesagt... Das
00:29:16: darfst
00:29:17: du meins sein.
00:29:18: Ich weiß nicht, warum ich immer so denke!
00:29:21: Ein Monat, das ging ja vielleicht noch.
00:29:24: Aber wenn die das nochmal verlängern?
00:29:25: Dann geht das nicht.
00:29:27: und dann habe ich gesagt okay ab jetzt versuche ich alles dass sich einreise.
00:29:31: Und jeder der praktisch kommt und sagt er kommt.
00:29:34: und dann gab es eine ganz auch wieder absurde Situation.
00:29:38: Das war so dass der deutsche Magazin Fokus hatte einen Interview mit mir veröffentlicht.
00:29:44: Mit Jens Brambusch ist der Co-Auto auch von unserem Buch hinterher geworden.
00:29:48: Ich kannte ihn vorher nicht aber der hat das gemacht Und das war so.
00:29:55: Das war auch lustig.
00:29:56: In Österreich war ich immer österreichischer Professor und in Deutschland war ich ein deutscher Segler, ne?
00:30:01: Beide sind natürlich richtig weil ich deutscher Staatsbürger bin und österreicher Beamter.
00:30:08: Und der Fokus ist ja in dieser Klick-Ökonomie müssen die Klicks immer gemacht werden.
00:30:14: und dann hatten sie getitelt.
00:30:18: Deutscher Säkler darf nicht in die Türkei einreisen von Coast Guard mit Maschinenpistolen bedroht.
00:30:25: Und das war zwar richtig, aber die, die das lasen, die dachten immer, die türkische Coast Guard hätte mich bedrohen weil ich ja nicht da einreisen durfte.
00:30:33: Aber mit der Bedrohung, das war von den Griechen gewesen.
00:30:36: Da stand dann hinterher auch im Text drin, aber wer liest heutzutage noch die Text?
00:30:41: Genau!
00:30:41: So.
00:30:42: und dann war es so dass unter diesem Text waren ganz viele Hasskommentare gegen die Türkei.
00:30:48: Das war auch ein bisschen unangenehm.
00:30:52: Das ist ja bis heute.
00:30:53: Auf jeden Fall hat dann ein gewisser Zami, der hat angerufen bei der Redaktion und die Redakteurin hat gesagt Ja wir dürfen dir nicht die Koordinaten und die Telefonnummer von dem Sebastian Kummer geben Aber wenn du mehr die Telefonenummer gibst Dann spreche ich dich an.
00:31:11: Und er hat gesagt Er wäre österreichisch türkischer Geschäftsmann.
00:31:14: Ist er auch in gewisser Weise?
00:31:17: Und dann hat die Kerstin, die Redakteurin, mich angerufen und gesagt, Sebastian wir haben hier diesen Menschen der sagt er kann dir da helfen.
00:31:28: Wir finden aber nichts, weil im Internet, wir haben recherchiert Und du musst das entscheiden.
00:31:33: Dann habe ich gesagt, ja ist ganz klar.
00:31:36: also entweder türkische Mafia Geheimdienst oder weiß der Henker was noch?
00:31:42: Irgendwas ist es.
00:31:43: aber ich pass auf.
00:31:44: und dann hat er auch alles versucht und ganz wilde Vorschläge gemacht.
00:31:50: Da hab' ich aber gesagt ne das machen wir nicht.
00:31:52: Ich bring dieses Schiff in dem Hafen und übergebe das dem Volker und an.
00:31:56: etwas anderes machen wir.
00:31:58: Und dann hat er nach zehn Tagen erreicht.
00:32:04: Das war auch noch so, da hatte ich dann die deutsche Botschaft versucht einzuschalten.
00:32:07: Die haben aber gar nichts gemacht auch.
00:32:09: Dann hat der Zami das erreicht und dann die Deutsche Botschaft hat an das türkische Außenministerium eine diplomatische Depesche oder sowas geschrieben, dass ich unterstützt werden soll.
00:32:21: Der Außen-Ministerium hat dem Innenministerium mitgeteilt und das Innenministerium hat dann den Gouverneur von der Region Mogulia heißt die, ich bin in Fettche eingereist.
00:32:35: Den hat die Beauftragte zu machen.
00:32:37: Der hat es dann organisiert und dazu muss man wissen – das wissen auch nicht so viele – also Gesundheit hatte ich schon gesagt, da muss natürlich Zoll dabei sein, dann muss der Hafenmeister dazustimmen Passkontrolle machen.
00:32:55: Also muss diese vier Institutionen alle informieren, dass die eben das deine Ausnahmengenehmigung gemacht worden sind.
00:33:01: und das hat dann der Gouverneur von Fettchen, den habe ich hinterher auch noch.
00:33:05: nachdem die Pandemie vorbei war bin ich zu ihm gegangen hab mich auch bei ihm bedankt dann auch und ihn dann persönlich kennengelernt.
00:33:12: Das hat er organisiert.
00:33:14: Und dann haben wir praktisch der Volkern, der Leiter von der Basis, da war ein anderer Katamaran, der nicht mehr in der Türkei aufgrund der neuen Gesetzgebung dort verschadert werden konnte.
00:33:23: Der sollte von Pitter zum Schater nach Kroatien und das war schon immer geplant, dass ich den auch segle nur nicht alleine.
00:33:30: Dann haben die beiden Katamaranen an dem Zoll-Kai also das ist so ein Kai was sozusagen ja wie eine Art zollfreies oder grenzfreies Gebiet es gibt so eine Kei hier, sondern so einen Anlegemohle könnte man sagen haben wir die beiden da angelegt.
00:33:43: Ich habe meine Sachen von dem einen auf den anderen Katamaran gebracht, der Volkan hat den Katamaran, den ich aus Frankreich gebracht hatte nach Götczegg dann gebracht ist so zwanzig Kilometer entfernt und ich bin mit diesem anderen Katamaran dann nachdem es dann wieder ausgereist war offiziell in acht Tagen, acht Nächte nach Kroatien gesegelt.
00:34:02: So hat sich das dann auflöschen und der Zami hat gesagt, meine Aufgabe ist erst beendet wenn ich dich zu deiner Familie nach Wien gebracht habe.
00:34:10: Dann ist er mit dem Wagen auch mit Sondergenehmigung nach Kroazien gekommen Vier Mauer, wo ich angelegt habe.
00:34:19: Ich musste erst nach Zadar, da hab' ich einklariert beim Zoll alleine auch.
00:34:22: Das war auch ganz kurios, das Anlegen und das Segeln ist nämlich eigentlich nicht schwierig.
00:34:27: aber das Anlegen ist eigentlich schwierig.
00:34:29: Aber da hab', ich dann alleine angelegt und dann haben die die Zollformalitäten gemacht.
00:34:33: Da war der Zami auch schon da hat er's geguckt da... Biograd in die Marina, wo das Schiff dann eben stationiert war gekommen.
00:34:42: Dann ist noch der Leiter von Peter Kroatien es noch rausgekommen ganz toll mit einem Schiff und haben dann mit einer Flaggen... Ich habe auch über die Toppen geflagt!
00:34:51: Das machen die Segler zu festlichen Anlässen.
00:34:53: Hab sozusagen diese ganzen Flaggen so ein Dreieck gebildet.
00:34:59: Und da hat er alles eingepackt wieder was ich mit hatte in seinen Wändern und dann hat er mich zu Hause abgesetzt.
00:35:05: Schön.
00:35:06: Wie eine richtige Story.
00:35:08: Wahnsinn, ja.
00:35:11: Wow!
00:35:13: Ja und der war natürlich... Ich habe es jetzt wirklich alle nur das Gute erzählt.
00:35:17: Es waren auch einige kritische Sachen.
00:35:18: also was wirklich ganz kritisch war.
00:35:20: Eigentlich das Schlimmste war auf dem Rückweg.
00:35:22: Auf dem Rück Weg war es so.
00:35:23: dann bin ich Ich wollte nicht mehr durch Griechenland durchsegeln, weil ich mir nicht so ganz sicher war ob man das darf.
00:35:30: In der Covid-IX-Zeit sind ganz komische Sachen passiert.
00:35:32: Normalerweise gibt es eigentlich das Recht der freien Durchfahrt.
00:35:34: also eigentlich darf ein Land, der die Durchfahrte eines Schiffes durch seine Gewässer nicht begrenzen natürlich aus gefährlich Grundkeitsgründen oder so.
00:35:43: aber ja.
00:35:47: und Und dann aber die Griechen, die waren da irgendwie ein bisschen ungut.
00:35:50: Dann habe ich gesagt, ich segel außerhalb der Zwölfseemeilenzone.
00:35:53: Das ist das Hoheitsgebiet wo sie auch eingreifen können.
00:35:58: und dann bin ich praktisch südlich von den griechischen Inseln also südlig von Rodos, von Kreta gesegelt in den Adria rein und dann die Adria hoch immer zwölf Seemeilenabstand halten.
00:36:12: Da gab es einen relativ schweren Sturm Zwischen Rodos und Capatos und Cretas.
00:36:22: Und ich konnte den ja nicht ausweichen, also normalerweise hätte man das dann nach Rodos gesegelt und hätte das abgewartet aber es konnte ich nicht.
00:36:30: Was dann passiert ist war ein bisschen kurios.
00:36:33: Ich musste das Schiff Reffen sagen wieder zu.
00:36:35: Also die Segelreffen, die segeln kleiner machen Und da gibt es an diesem Schiff so eine Rollanlage, das heißt da gibt's eine Leine.
00:36:44: Die zieht man dann rein über ne Kurbel und macht die fest.
00:36:49: Und die hatte sich verklemmt an einer Rolle... Das war ein großer Katamaraner.
00:36:54: wird das mehrfach umgeführt!
00:36:56: ...und der hatte sich verklemmt.
00:36:57: und ich wollte diese Verklemmung auflösen weil ich konnte das nicht bedienen.
00:37:01: Weil ich dachte wenn noch mehr Wind wird muss ich das weiter reinholen.
00:37:05: Und bei dieser Aktion dieses Auflösen des Verklemmens hatte ich mir vorgestellt, ich nehme das ebenso mit der Hand und nehme die Leine daraus.
00:37:14: Ich weiß nicht wie es passiert ist auf jeden Fall die Leinen über meine Hand gelaufen und dann so eingeklemmt mit.
00:37:21: Da sind ungefähr so vielleicht so fünfhundert, sechshundert Kilogramm Druck.
00:37:25: Das tut weh!
00:37:26: Und dann war das eben da eingeklemmt und ich hätte das zwar losmachen können, aber diese Leinen sind aus Poliesta also aus Kunststoff.
00:37:37: Das sind praktisch wie Sägelwetter.
00:37:40: Meine Familie kommt aus dem Maschinenbau und da kenne ich einige Leute die in Maschine ihre Hände verloren haben oder ihre Finger.
00:37:46: Das ist nicht so schön!
00:37:48: Deswegen habe ich mich nicht getraut es loszuschmeißen.
00:37:51: Und als ich dann so überlege, was mache ich?
00:37:54: Das Schiff segelt weiter mit Autopilot.
00:37:55: Also das habe ich noch nicht erzählt.
00:37:58: Ich hab fast die ganze Zeit nicht selber gesegelt gesteuert sondern immer den Autopiloten drin gehabt.
00:38:03: und während ich so praktisch darüber lege, was mach' ich jetzt am besten?
00:38:06: Wie kann ich das jetzt aus dieser... Redul hier rauskommen, merke ich das tut so höllisch weh dass ich fast ohmächtig werde.
00:38:13: Das wird man so schwarz wird es dann vor Augen.
00:38:15: Ich kannte das als Jugendlicher bin ich öfters mal um mächtig geworden.
00:38:19: wenn man das merkt und kennen noch einmal die Leute wenn der Kreislauf runtergeht dann merkt man dann so ne?
00:38:23: Und denn war das?
00:38:24: das war so irre wie auch.
00:38:25: das gibt's ja manche Abenteuerberichte in das auch und das war bei mir also auch.
00:38:29: das kann man gar nicht beschreiben.
00:38:30: ich weiß nicht ob das Sekundenbahn oder wie viel da das ist und irgendwie malte ich mehr aus mit dem Autopilot gegen die Küste und geht unter.
00:38:40: Und die finden mich dann da eingeklemmt, liegen tot und sagen Was ist der Sebastian Kummer für ein Idiot?
00:38:50: Jetzt ist er da, ne, ne.
00:38:52: Neunzig Tage insgesamt war ich schon fast unterwegs, siebensechzig Tage oder vielleicht fünfeinzehntig Tage alleine unterwegs und hat die Hand da eingeklemmt und fährt gegen die Küste.
00:39:01: Und dann habe ich gesagt das kann nicht sein!
00:39:03: Also muss sich Risiko gehen und es risikulich darin diese Klampe aufzumachen.
00:39:09: Not also wenn dann die Hände ab sind.
00:39:12: Das wusste ich Da hatte ich bei mir in der Karriotte haben wir natürlich alle möglichen Apotheke dabei mit allen möglichen Mitteln und unter anderem auch mit so einem Knüppel, mit dem man den Arm abbilden kann.
00:39:25: Weil beim Segeln das passiert schon mal öfters dass es schwere Verletzungen gibt da muss man immer aufpassen.
00:39:30: also die Erhände ein Freund von mir hat sie auch eine ganz schwere der segelt auch sein Leben lang durch ne ganz dumme Aktion.
00:39:38: auch die Hand ganz stark verletzt musste operiert werden.
00:39:41: Das wusste ich, dass das zum Abbinden in der Apotheke war.
00:39:44: Und dann habe ich so hellenmäßig... Aber wie gesagt, alles ist intuitiv!
00:39:49: Also nicht irgendwie Abschätzung oder Risiko, ob ich das als Wissenschaftler machen will.
00:39:53: Es geht so einfach, ich muss jetzt diese Entscheidung treffen.
00:39:55: Mach das und dann zieh es weg und mach's wieder zu.
00:39:59: Ich merke es blutet zwar.
00:40:01: Dann mache ich als nächstes mit den Fingern Ui, das sieht aber gut aus.
00:40:05: Die Blute zwar, aber offensichtlich sind die Sehnen noch dran und die Finger auch noch.
00:40:09: Und bin dann erst mal runtergegangen und musste ja nicht abbinden.
00:40:12: Das wusste ich dann und habe dann ein Handtuch genommen weiß es und hab' das da so drum gewickelt damit sich das ganze Schiff voller Blut wird.
00:40:21: Dann habe ich mich erstmal aufs Sofa gesetzt und habe dreimal großer Gott verloben dich gesungen.
00:40:26: Das erschien mir angebracht weil da dachte ich auch dass mir so ein paar Engel... Also ob man glaube ich ist oder nicht Fall.
00:40:34: Das Schicksal wollte es mir da doch sehr gut.
00:40:37: und dann habe ich als nächstes das natürlich dann desinfiziert, und dann hab' ich meine Freundin angerufen die Ärztin ist und gefragt was soll ich machen?
00:40:44: Und diese hat mir dann gesagt hinterher, der ist sehr intelligent auch, die hat mir gesagt ich habe so viel Adrenalin gehabt.
00:40:50: sie hat überhaupt nicht verstanden was ich gesagt habe weil natürlich irgendwie irgendwas durcheinander aber sie wusste dass es um die Verletzung ging.
00:40:56: und dann hat sie mir gesagt mach Fotos und schick mir die per WhatsApp weil wir über WhatsApp auch kommuniziert hatten.
00:41:02: Und dann habe ich ihr die Fotos geschickt und hat gesagt, ja klar, disinfizieren.
00:41:05: Jetzt erstmal ruhig halten ist das Allerwichtigste.
00:41:09: Das war auch das Schwierigste dann.
00:41:10: Dann musste ich für ein paar Tage die Hände nicht mehr bewegen und dann hatte ich wirklich nur noch eine Hand und musste alles alleine machen.
00:41:18: Aber schon am zweiten Tag ist es noch ein bisschen angeschwollen weil da natürlich Quetschungen waren Und dann habe ich den Verband gelockert ein bisschen, aber das ist alles gut verheilt.
00:41:30: Da hat sie gesagt immer schön desinfizieren, hatte ich auch mit dabei Desinfektionsmittel und es ist dann alles gut zu verhalten.
00:41:39: Das war schon ein bisschen kritisch eher.
00:41:43: Ja, es ist spannend.
00:41:44: Du sagst du bist Wissenschaftler auf der anderen Seite?
00:41:46: Bist du doch so wie es aus dem was du sagst da rauskommt?
00:41:49: Doch!
00:41:49: Auf eine gewisse Art und da ist das spirituell.
00:41:51: Ich erinnere mich
00:41:53: dass du
00:41:53: mir als wir uns das erste mal Person getroffen haben hast du mir erzählt, in der Seemannsprache glaube ich so, dass man sagt die Vögel, die die Masten umkreisten, dass sie Ahnen sind.
00:42:08: Ja, ja.
00:42:10: Ich halte sehr viel von Geschichte auch.
00:42:12: Das ist ganz interessant und die Segler sagen genau... Die Vögel sind die Ahnen, die einen besuchen, das war bei mir auch.
00:42:20: Und es kennen auch ganz viele Segler, die kommen zum Teil nachts und ruhen sich auf dem Schiff aus.
00:42:24: Das ist ganz toll, war bei mir auch.
00:42:26: Manchmal drinnen und manchmal draußen.
00:42:28: Ich habe eine Schwalbe auf Videos gemacht von den Schwalben.
00:42:35: Die haben natürlich einen gewissen Respekt, weil wenn man zu nahe kommt das ist nicht gut.
00:42:38: Aber zum Teil gibt es auch Videos wo die Fliegen auf dem Kopf sitzen und so.
00:42:43: Es kann man ja fast nicht erklären, weil sie sonst normalerweise... Und das andere ist, das hab ich auch noch nicht erzählt als ich von Mallorca losgefahren sind, direkt danach Delfine begleitet, eine halbe Stunde.
00:42:57: Und es ist wunderschön und die Segler sagen – die Alten und die Neuen auch wenn sie das wissen – dass die Delfinen Glück bringen!
00:43:06: Die Schiene sind die Glücksbringer in der Segel, in der Sache.
00:43:15: Ich halte sehr viel von Intuition auch aber ich bin eben immer dafür dass man es versucht mit wissenschaftlichen Mitteln zu überprüfen.
00:43:23: idealerweise Aber manchmal geht's halt.
00:43:25: gerade so muss man sich auf die Intuition verlassen Gerade in so einer Situation die ich vorhin geschildert hatte mit der Hand eingeklemmt Da kannst du nicht erstmal einen Excel-Sheet anschmeißen sehen davon, dass der Computer nicht bei der Hand ist.
00:43:38: Sondern muss eben sagen ja was mache ich?
00:43:40: Und da muss man und das ist glaube auch... Das sagen die Assistenzialisten auch!
00:43:45: Das ist auch ganz wichtig im Augenblick in den Situationen.
00:43:48: wir leben ja in einer Situation wo viele Menschen im persönlichen Umfeld aber auch im Management in Ambiguität heißt es wohlleben also sehr starke Doppelwürdigkeit, Unsicherheiten.
00:44:04: Wir wissen nicht was kommt.
00:44:06: also das ist ja wirklich fürchterlich und das haben die Existenzialisten auch schon erkannt.
00:44:16: aber das Interessante ist dass die philosophische Antwort darauf eigentlich ist man muss mit besten Wissen und gewissen Entscheidungen treffen Und man ist aber verantwortlich für diese Entscheidung.
00:44:29: Also wenn man eigentlich, und das finde ich auch ganz wichtig, vor allen Dingen weil man darf eben in dieser Ambigurität, darf man nicht verzweifeln und sagen keine Entscheidung treffen sondern dann muss Entscheidungen treffen entweder schnell manchmal auch mit überleben und dann muss man dazustehen.
00:44:46: Muss nur sagen ja?
00:44:47: Ich habe das gemacht!
00:44:48: Wenn die Finger ab gewesen wären und mir hinter einer gesagt hat Sebastian du bist ja total doof Du hättest ja was anderes machen wollen hätte ich gesagt Ja Aber in dem Moment, ich habe so ein zwei drei, sagt sowas.
00:45:00: Und da muss man vielleicht das Quentchen Glück haben, dass es dann richtig
00:45:02: ist.
00:45:02: Ja aber trotzdem und Abenteurer zu sein bedeutet ja auch Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen.
00:45:11: Jetzt frage ich dich abschließend was hat ein Abenteuerer da sein mit Existenzialismus zu tun?
00:45:25: Ja, also ich finde das Leben ist ein Abenteuer und der Existenzialismus beschreibt ja das Leben.
00:45:30: Also insofern passt das perfekt zusammen.
00:45:35: Und das Abenteuern ist immer dass man sich auf etwas was man nicht kennt, was auf das Ungewisse auch einlässt vielleicht auch in gewisser Weise auch auf besonders schwere Aktivitäten, aber in meinem Fall ja eigentlich eher das Ungewisse und dieses Zulassen in eine Situation zu kommen die man bisher noch nicht gehabt hat.
00:46:03: Und aus der Komfortzone sagen vielleicht die Leute rauszukommen und da hilft der Existenzialismus glaube ich doch sehr stark.
00:46:09: Der gibt einem dann die Erkenntnis dass es eigentlich eher normal ist.
00:46:14: also insofern für mich und für den Existenzialisten glaube Und wenn man das dann eben sagt, dass Abenteuer ist – es ist normal.
00:46:21: Ich glaube, da kann man die Abenteuern auch viel besser genießen und vielleicht auch mehr Abenteurer erleben.
00:46:27: Das heißt deine Odyssee war wirklich angewandter Existenzialismus?
00:46:32: In gewisser Weise sicherlich!
00:46:34: Sebastian vielen herzlichen Dank für dieses Gespräch.
00:46:38: Es ist wirklich extrem spannend gewesen die Zuhörerinnen und vielleicht auch zu sehr Rinnenszenen nicht so genau wie Sebastian Strahlt, wenn er von der ganzen Geschichte erzählt.
00:46:54: Sebastian also ja du strahlst das wirklich aus und du bist ein Glückskind aber ich glaube du tragst sehr viel dazu bei mit deiner eigenen Einstellung.
00:47:02: ein wahrer Abenteurer, wie ich gesagt
00:47:05: habe.
00:47:05: Ja vielen Dank!
00:47:06: Aber für mich ist es eben auch immer schön wieder darüber zu ernehnen weil wirklich dann kommen wir da... Das ist ja auch das Schöne an der Erinnerung.
00:47:13: Man verdrängt wahrscheinlich auch die schlechten Sachen und dann die schönen Dinge.
00:47:17: da erinnere ich mich mal und das war mit Abstand also fast ausschließlich eine schöne Sache.
00:47:26: Ich bin überzeugt davon Sebastian dass du viele viele Menschen mit dieser Geschichte inspirieren kannst und inspirieren konntest.
00:47:35: Ja, ich danke euch allen fürs Zuhören
00:47:38: und Zusehen!
00:47:40: Ich freue mich wenn ihr meinen Podcast
00:47:42: in eurer Lieblingsapp abonniert und ihn auch weiter empfiehlt.
00:47:48: Bis zum nächsten Abenteuer.
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