Wie Sophia Stolz zur Tortenkünstlerin wurde: Zwischen Kunst, Patisserie und Mode
Shownotes
Ich freue mich heute ganz besonders, denn du bist bei einer inspirierenden Reise dabei: Mein Gast Sophia Stolz ist weit mehr als eine Tortenkünstlerin. Sie ist eine wahre Stilikone, die die Grenzen zwischen Kunst, Patisserie und Fashion spielerisch verschwimmen lässt.
Gemeinsam tauchen wir ein in ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte, die von internationalen Erfolgen, einer tiefen Leidenschaft für Torten und mutigen Umwegen geprägt ist. Sophia nimmt uns mit von Wien über Paris bis New York, erzählt offen von Herausforderungen wie Mobbing und Magersucht – und wie sie all das letztlich zu ihrer größten Stärke gemacht hat.
Du erfährst, wie sie zu einer der gefragtesten Tortenkünstlerinnen wurde, was sie motiviert und was Abenteuer für sie bedeuten.
Links Sophia:
Instagram: https://www.instagram.com/stolzes/
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Website: https://birgithochreiter.at Instagram: https://www.instagram.com/birgithighrider/ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/birgit-hochreiter-2608b098/ Hier kannst du den Podcast auf YouTube anschauen: https://www.youtube.com/@Birgit_PerspektiveAbenteuer
Transkript anzeigen
00:00:10: Hallo, hier ist Birgit Hochreiter.
00:00:11: Herzlich willkommen bei der neuesten Episode meines Podcasts Perspektive-Abenteuer!
00:00:17: Mein heutiger Gast macht unsere Welt ein bisschen surrealer.
00:00:23: Sie
00:00:25: lässt die Grenzen zwischen Kunst, Patisserie und Fashion verschwimmen.
00:00:31: sie ist
00:00:32: Tortenkünstlerin und Stilikone Und für mich auch irgendwie ein Gesamtkunstwerk.
00:00:39: Herzlich willkommen, Sophia Scholz.
00:00:41: Hallo!
00:00:42: Danke, dass ich da sein darf.
00:00:44: Ja danke, dass du dir Zeit nimmst weil du kommst ja gerade von Paris wie ich in den Medien gesehen habe, in den sozialen Medien also...
00:00:53: Ja gestern?
00:00:54: Ja gestan erst.
00:00:54: Gestern mit drei Stunden Verspätung aber...
00:00:57: Sophia, du bist ja nicht nur in Paris Du fliegst von den Hamptons auf griechische Inseln wo du Tortenkunstwerke für Hochzeiten, für Business-Events dekorierst.
00:01:12: Und zu deinen Kunden zählt Armani, zählt Dior, Christie's in London und viele mehr.
00:01:21: Also du bist glaube ich mehr im Ausland unterwegs.
00:01:24: Deine Kunden sind auf der ganzen Welt... In Österreich?
00:01:29: Ich habe meine ganze Karriere in Österreich gestartet oder Idee.
00:01:36: Das war zuerst eine Idee, es war ja nicht eine Karriere und mittlerweile würde ich sagen in den letzten drei Jahren bin ich eigentlich mindestens sechs Monate im Ausland zum Arbeiten und dann bin ich immer kurz dazwischen in Österreich zum Unpacken und dann fahre ich wieder.
00:01:57: also das ist wirklich so dass ich immer nur ein paar Tage da bin.
00:02:01: Wir tatsächlich zum vorbereiten, umpacken Mutbots machen, Calls machen.
00:02:06: Administrativen Dinge Belege ablegen und nicht sortieren.
00:02:10: Und dann einfach im kleinen Kopf erfen und hoffen dass ich noch alle habe aber und dann wieder am Flughafen.
00:02:17: also ja seit den letzten drei Jahren es hat schon alles in Österreich begonnen aber tatsächlich die letzten drei Jahre es hat zu fünf Jahren bewege ich mich sehr viel im Ausland aber seit den vergangenen drei Jahren ist es hauptsächlich nur mehr Nicht da.
00:02:31: Weltweit, ja genau.
00:02:35: Aber ursprünglich wolltest du einen anderen Berufsweg einschlagen?
00:02:41: Genau.
00:02:41: also mein Werdegang sozusagen war sicher nicht der ganz Klass... Also ich wusste schon sehr jung oder ich habe sehr jung meine Leidenschaft zu dem entdeckt was ich heute mache hab mir aber bis zu einem gewissen Grad das vermutlich würde ich sagen selber nicht erlaubt diesen Weg sofort zu wählen.
00:03:02: Ich war eine sehr gute Schülerin und wenn man sich nicht so schwer tut in der Schule, ich würde schon sagen, ich war ein Streber, ich hatte auch totales Interesse daran extrem gut in allem zu sein was ich mache.
00:03:17: das habe ich heute noch.
00:03:18: also wenn ich etwas mache möchte ich es wirklich richtig gut machen und einen der besten sein sonst habe ich kein interesse daran teilzunehmen weil kompetitiv, aber ich bin halt sehr zielstrebig.
00:03:32: Und das war in der Schule auch so und wenn man dann halt so gut ist in der Schule, denn kommen irgendwann auch Erwartungen nicht nur an einen selber sondern natürlich auch vom Umfeld.
00:03:42: nie von meinen Eltern, aber vom Rest der Welt-Slaschgesellschaft würde ich sagen kommt schon ein Druck dann daher.
00:03:51: und dann habe ich mir gedacht naja also mit siebzehn noch ein kurzer.
00:03:57: Ich muss noch dazu sagen, mit siebzehn war mir eigentlich schon klar, dass ich gern beruflich mit Essen spielen würde.
00:04:03: Das war der Claim, der in meinem Kopf war sozusagen.
00:04:07: Mir war klar, das ich gerne Kunst mit Essen machen würde.
00:04:10: Es war zu Jahrtausend elf aber nicht ein Ding, das es gab.
00:04:15: War das eine greifbare Idee für dich da?
00:04:19: Mit siebzen habe ich mein erstes Kreativprojekt gemacht wo ich tatsächlich was verkauft habe.
00:04:24: Das waren aber essbare Skulpturen, das war jetzt nicht wirklich für ... Das war nicht für den Konsum gedacht – ganz und gar nicht!
00:04:33: Aber es war aus Lebkuchen.
00:04:36: Aber das kann ich später erzählen.
00:04:39: Und das ging sehr gut und es war sofort ausverkauft.
00:04:42: Daher habe ich mir gedacht, eigentlich will ich das zu meinem Job machen.
00:04:45: Aber zu dem Zeitpunkt war das kein Job.
00:04:47: Also das gab's einfach in der Welt nicht.
00:04:50: Es gab keine Leute die... aus Essen.
00:04:53: Also es gab natürlich Daniel Spöri, die das Thema Essen in ihre Kunst aufgenommen haben aber für mich war Künstlerin werden nicht eine Option weil ich mir gedacht habe HMI to be an artist weil ich hab mir dasselbe nicht zugetraut gut genug zu sein In der Kunstwelt und ich wollte mich schon gar nicht messen in der Kunst Welt weil das wäre auf jeden Fall ein krasser.
00:05:16: also das ist einfach keine Option für mich.
00:05:21: dass was ich heute mache, hat damals einfach nicht existiert als Berufsfeld.
00:05:26: Dementsprechend...
00:05:28: Damals war vor wieviel Jahren?
00:05:31: Das war im Jahr zehntelf.
00:05:32: Also das ist jetzt ja fünfzehn Jahre.
00:05:35: Ja, zwanzig Jahr, fünfzehnten Jahre.
00:05:37: Also zum Jahr neun, zehn habe ich die Leidenschaft dazu entdeckt.
00:05:43: Zum Jahr elf hatte ich dieses erste Kreativprojekt kurz zwischen sechzehn und siebzen Geburtstag.
00:05:51: Und ja, es ist crazy.
00:05:54: Fünfzehn Jahre ist das her!
00:05:55: Also mache ich das jetzt schon wirklich lange.
00:05:58: und also... Ich bin zu einer Dreißig für die Referenz aber es kann man sicher denken wenn nicht da siebzehn war.
00:06:05: Ja und deswegen habe ich dann mir gedacht naja was wie komme ich?
00:06:11: Also ich wollte das machen.
00:06:12: Ich wollte Torten machen, ich wollte Kunst mit Essen machen aber ich wollte dass sie verschwindet, ich will keine Kützerin sein, ich möchte keine Konditorin sein und ich wollte kein Patissier werden... ...ich wollte auch keinen Koch werden!
00:06:21: Ich wollte genau das machen was ich heute mache, aber es gab's nicht.
00:06:25: Und für eine siebzehnjährige einen Job zu erfinden ist ein bisschen schwierig Und noch dazu schwieriger, wenn man nur eins hat und wirklich sehr gut in der Schule ist.
00:06:34: Wenn auch noch ein Druck von Ausnehmendur ist – wie gesagt nicht für meinen Eltern das ist ganz wichtig, dass ich das immer sage aber vor dem Rest der Welt sozusagen!
00:06:42: Dann habe ich mir gedacht naja der einfachste Weg damit ich endlich approved intelligent bin also das wirklich auch alle... Also weil ich hatte den Druck, weil ich mich auch immer beweisen musste Na ja, zertifiziert intelligent ist man weil man einen Doktortitel hat.
00:07:02: Also studiere ich Medizin?
00:07:05: Dann habe ich mir gedacht naja... Ich habe aber auch wirklich überhaupt kein Interesse die nächsten zehn Jahre Medizin zu probieren.
00:07:11: Weil dann bin ich dreißig und da bin ich einmal fertig und dann hab' ich endlich diesen Doktotitel!
00:07:16: Dann glauben wir alle dass ich schlau bin.
00:07:20: Aber da kann nicht mehr das mit den Torten machen.
00:07:22: also ich mir dachte ich muss mir ein schnelles Medizinstudium aussuchen wo ich jung den Doktortitel habe damit erlöst bin und dann die Torten machen kann.
00:07:32: Dann habe ich diesen Gedanken noch weitergetragen, und war so okay.
00:07:36: Psychologin oder so will ich natürlich auch nicht werden.
00:07:39: Wenn dann will ich schon was mit meinen Händen machen?
00:07:43: Ganz klar hat mich immer sehr schön als Medizin interessiert weil es ein ästhetischer Job ist in meinen Augen.
00:07:49: Es hat etwas mit Optimierung zu tun wo da natürlich auch einen Grund wieso ich das so sehe.
00:07:59: Aber das dauert natürlich wahnsinnig lang.
00:08:01: Also da wäre ich ja in meinen Dreißiger noch mal fertig geworden, also auf gar keinen Fall... aber dann habe ich so Zahnmedizin!
00:08:08: Zahn-Medizin ist Basteln mit Doktortitel.
00:08:11: Das war mein naiv als siebzehnjähriger Kopf.
00:08:15: Den Zahnärzten ist jetzt ganz toll und ich hab viele Zahnprobleme.
00:08:18: Love you, danke fürs Retten.
00:08:22: Da kann ich meine Liebe zum Handwerk in einem intellektuellen Setting einbauen.
00:08:30: Also habe ich mich beworben für den Medertest, also Medertetest im Wien.
00:08:35: und dann habe ich mir aber gedacht naja medertest ist vielleicht auch nicht gut genug damit ich zertifiziert schlau bin.
00:08:42: also muss ich an eine ganz schwierige Uni und das war München.
00:08:46: in München braucht man einen numeros klausus von eins null und Schwerpunkt biologie chemie physik in der matura irgendwie eingebaut Damit man da überhaupt angenommen wird, gleich mit achtzehn.
00:08:59: Weil die haben so tausendfünfhundert Bewerber und nehmen fünfzig-vierzig Leute auf im Semester.
00:09:04: Weil ich so perfekt... Ich gehe nach Deutschland an die schwierigste Uni reinzukommen Dann mache ich dort den Fünfjahranmarsch durch und mach meinen Doktortitel Und dann bin ich frei und kann endlich die Torte machen.
00:09:16: Vielleicht sechs Jahre?
00:09:17: Keine
00:09:17: Ahnung.
00:09:19: Ja, dann habe ich das gemacht Bin da reingekommen.
00:09:21: gleich mit Achtzehn Habe mein Maturesommer.
00:09:26: Mein Vater hat mir gesagt, hoffe ich, dass der beste Sommer deines Lebens genießen.
00:09:32: Mach was du willst!
00:09:32: Hab Spaß!
00:09:34: Mach was Du willst!
00:09:35: Ich war so perfekt... ...ich arbeite in einem Würstelstand.
00:09:40: Eine
00:09:40: interessante Perspektive.
00:09:42: Ja,
00:09:42: toll!
00:09:44: Und habe dann da die Würstel gebraten den ganzen Sommer lang und es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und hab mich eigentlich noch mehr davon überzeugt dass ich gar keinen Bock habe dieses Medizinstudium zu machen aber halt Essen zu verkaufen.
00:09:56: und ich wäre sogar schon glücklich gewesen hätte ich weiter in einem Wüstestand gearbeitet.
00:10:00: Aber ja, da bin ich nach München gegangen aber bin dort nicht geblieben.
00:10:09: Also mein Herz hat zu sehr für die Torten geschlagen.
00:10:11: Ich habe das gemacht
00:10:13: Wir haben uns ja vorab schon einmal unterhalten und was mir unter anderem so besonders hängen geblieben ist, war dass du mehr erzählt hast.
00:10:22: Du hast dann angefangen Gebisse zu backen.
00:10:25: Genau!
00:10:28: Also ein großer Teil, wieso ich auch in München studieren wollte, Zahnmedizin ist weil du von Anfang an zahnmedizinische Arbeiten machst.
00:10:36: das heißt In Österreich studierst du mal nur und dann kommst du erst irgendwann zu den Dummy-Köpfen, darfst erst irgendwann beginnen, Modelle zu bauen.
00:10:43: In Deutschland beginnst du am ersten Tag, Modellen aus Gips zu gießen.
00:10:46: Und das war halt für mich total wichtig, weil es war mein einziger Drive dieses Studium durchzuziehen, weil's sehr viel mit
00:10:53: Backen zu tun
00:10:54: hat.
00:10:57: Es gibt ähnliche Vorgänge!
00:10:58: Du rührst deinen Teil also den Gips an, du gießt es aus, es muss da keine Blasen haben, du modellierst wahnsinnig viel...
00:11:04: Also die Verein Mechanik unter anderem.
00:11:06: Genau, und eine Krone zu machen ist nicht so unterschiedlich zu einem Schokoladenmodell oder Marzipan-Modell.
00:11:14: Es ist vielleicht ein anderes Motiv.
00:11:16: du machst keine süße Puppe sondern halt deine Zahn aber es ist einfach eine Ähnlichkeit.
00:11:21: Und also das Ding ist man muss dazu sagen auch ich baue mir meine Welt noch immer.
00:11:25: so wie ich will bin ich sehr gut in mir selber Geschichten einreden und so habe ich mir selber das Zahnmedizinstudium verkauft.
00:11:35: Ja, was wollte ich jetzt eigentlich sagen?
00:11:37: Entschuldigung, soll ich den Fahrrad vergangen haben.
00:11:39: Du hast gesagt... Also
00:11:40: genau!
00:11:41: Dass
00:11:41: das Medizinstudium doch nicht beendet.
00:11:44: Ja, ich habe es nicht
00:11:45: beenden.
00:11:45: Oder du bist zurückgegangen.
00:11:46: Und ich hab auch nichts sehr viel gelernt.
00:11:49: Ich habe mir nicht Mühe gegeben mit dem Studium aber ich hatte sehr großes Glück und es hat ganz gut funktioniert.
00:11:55: Ich hab alles bestanden.
00:11:56: Es ist mir nicht so schwer gefallen die Anfangsexamen.
00:12:03: Deswegen habe ich meine Zeit damit verbracht, dass ich Zahntorten gebacken habe.
00:12:07: Zahnbürsten, Zähne – alles war auf den Torten drauf!
00:12:12: Ich kann nicht das backen lassen.
00:12:14: und dann habe ich auch Torten für die Uni gemacht mit lauter Zähnen drauf.
00:12:18: Es waren immer so Tentaltorten, die waren noch lange nicht so perfekt wie ... Meine Torten sind heute noch nicht perfekt aber es war ein Anfang und es war eine Vision.
00:12:29: Und ja, ich habe aber dann das Studium abgebrochen weil es mir psychisch nicht so gut ging.
00:12:35: Mir hat München nicht gefallen, das Studium hat mich einfach nicht glücklich gemacht.
00:12:39: Ich habe meine Zukunft einfach nicht als Zahnärztin gesehen und ich hab auch ein bisschen das Gefühl gehabt, ich verschwende meine Zeit... ...und dann hat mein Vater zu mir gesagt, Sophie du machst jetzt mal Semesterferien oder?
00:12:56: Nein, nicht Semestern!
00:12:57: Inselche Ferien weiß ich schon gar nicht mehr.
00:13:00: Na, nichts mehr ist dafür.
00:13:01: Irgendwelche Ferien waren das!
00:13:02: Du machst jetzt einmal Ferien und dann überlegst du dir ob du zurückkommen willst oder nicht?
00:13:08: Aber egal was du machst es wird sicher super und wenn du das nicht machen willst dann überlege was du willst und bei dir mache ich mir keine Sorgen.
00:13:17: Da bin ich mit denen weggefahren auf Urlaub und ich bin nicht mehr zurück nach München gegangen sondern ich weiß wo ich möchte Totten machen.
00:13:29: Und da nahm die Geschichte ihren Lauf
00:13:31: Dann haben die Geschichte in Lauf.
00:13:32: Ich habe mir immer noch gedacht, naja ich muss halt studieren weil man einfach heutzutage studieren muss.
00:13:39: Also habe ich Kunstgeschichte studiert.
00:13:41: das habe ich mich natürlich wieder so eingeretet dass ich mir gedacht hab ich möchte Torten in Form von... also mein Medium als Künstlerin sind Torten.
00:13:50: Ich möchte aber wie gesagt keine Künsterin sein, ich möchte auch keine Konditorin sein und ich mir dachte wie lernt man am besten sowas zu verkaufen wenn man Kunstgeschichten studiert und sich auf den Kunstmarkt spezialisiert?
00:14:00: dann habe ich das gemacht und mir halt angeschaut wie der Storytelling von den ganzen, wie die ganzen Künstler dieser Welt das so angehen.
00:14:09: Und ihre Objekte verkaufen und hab mich exzessiv damit beschäftigt, da habe ich mir gedacht naja at the end it's all about storytelling und du kannst machen was du willst solange du es verkaufen kannst.
00:14:24: und generell ist Kunstgeschichte einfach ein sehr gutes Studium zu haben.
00:14:27: Sehr gut!
00:14:28: Basic Knowledge Studium, mit dem man bei jedem Tisch auf jeden Gespräch teilnehmen kann und auch Sicht genau das rausnehmen kann was man braucht.
00:14:42: Und es hat mir genug Zeit freigespielt daneben mein Business aufzubauen.
00:14:47: Okay und wie bist du das angegangen?
00:14:49: Wie hat deine Story begonnen?
00:14:52: Meine Story hat eigentlich schon mit fünfzehn begonnen also lang davor.
00:14:58: Ich war.
00:14:59: also nicht nur deswegen, aber ich wurde immer gemobbt eigentlich in der Schule.
00:15:07: Von ersten Tag Volksschule bis zum letzten Tag Maturantenverabschiedung hatte es nicht so leicht.
00:15:15: Das hat viel damit zu tun dass ich eben sehr zielstrebig war.
00:15:19: Ich hatte auch nie einen Bedürfnis ein Teil einer Gruppe zu sein.
00:15:25: Natürlich das probiert, aber es hat nie so wirklich funktioniert.
00:15:28: und dann habe ich mir gleich gedacht, dass lasse ich.
00:15:31: Und das ist... Ich hab mich immer ein bisschen anders angezogen.
00:15:34: Ich hatte einfach andere Interessensfelder.
00:15:36: Ich wollte mit vierzehn Pathologen werden.
00:15:40: Es war schon immer klar, dass ich Ärztin wäre oder dass die Medizin der Weg ist, den ich gehen möchte.
00:15:46: Aber ich hatte halt einfach sehr... andere interessen.
00:15:50: Und ich war ein Streber und da kommt man einfach nie so besonders gut an in der Schule, das Mobbing hat mit fünfzehn würde ich sagen einen Höhepunkt erreicht und dann hatte ich halt keine Freunde nicht wirklich ein Sozialleben und hab mir gedacht es ist wahnsinnig langweilig was mache ich jetzt?
00:16:05: Dann habe ich mir gedacht ich backe eine Torte und weil meine Mama ist ganz süß und mein Papa ist einfach generell gern und habe mir gedacht Und dann habe ich was gebacken und das ist mir wahnsinnig gut gelungen.
00:16:25: Das war so schön, es gab irgendwie so einen Moment in meinem Kopf wo ich war, dass ist glaube ich das Erfüllendste, was ich jemals gemacht hab.
00:16:34: Ich bin in diesem Rezept gefolgt und ich habe etwas mit meinen Händen gemacht.
00:16:38: und da ist das Resultat.
00:16:40: und es schmeckt gut und es ist schön!
00:16:42: Es macht mich wahnsinn nicht glücklich.
00:16:44: Vor dem Tag an habe ich mich exzessiv mit Backrezepten beschäftigt.
00:16:49: Ich bin jeden Tag in der Früh sehr früh aufgestanden, hab alles möglich auswendig gelernt und habe es am Nachmittag dann so lange gemacht bis ich's wirklich konnte.
00:16:57: Und mit siebzehn ging das zwei Jahre lang.
00:17:01: Ich bin am Weg dieser Obsession mit dem Backen leider aufgrund von den Mobbing- und anderen auch familiärbedingten Gründen und auch einfach, würde ich sagen natürlich auch ein bisschen gewissen gerade mir selber... zuzuschreiben.
00:17:20: Magersüchtig geworden, bin schwer magersüchtigt geworden.
00:17:24: ich habe auch das sehr ernst genommen und hab mir gedacht naja wenn ich das jetzt mache muss ich es auch perfekt machen.
00:17:28: also es war mein ziel dass nicht mehr da sein habe.
00:17:32: dann sehr schnell.
00:17:33: also ich wollte nicht mehr ich wollte nichts mehr da sind.
00:17:36: ich hatte keinen Bock mit diesen wettkämpfen.
00:17:39: die ganze wett kämpfe im sinne von dass sich die ganze zeit verglichen wäre.
00:17:43: dass ist nie gut genug ist was ich mach egal wie gut ich bin es ist auch und an wenn ich schlecht bin.
00:17:50: In irgendetwas ist es extrem schlecht, wenn ich extrem gut bin.
00:17:54: Es ist auch nicht genug!
00:17:56: Ich habe einfach gedacht, dass sie erwurscht was ich mache und das wird nie passen.
00:17:59: Also es ist einfacher, wenn sich das irgendwie beende.
00:18:04: Ich wollte es aber halt nicht aktiv beenden.
00:18:05: Deswegen war die Magasustin ein ganz guter Weg weil irgendwann ist man halt immer, wenn man nichts isst.
00:18:11: Und es passt doch ganz gut mit der Back-Obsession natürlich zusammen.
00:18:18: Krankheitsbild ist anders.
00:18:19: In meinem Fall hat mich das schon sehr gestillt, mich mit Essen so exzessiv zu beschäftigen.
00:18:25: Dadurch hatte ich natürlich auch nicht mehr so einen Hunger und irgendwann hatten wir sowieso keinen Hunger mehr in der Krankheit.
00:18:32: da geht es ja dann nur mehr darum, das Selbstbild zu optimieren in einem total verschwommenen Weg.
00:18:39: Also
00:18:39: verzerrt?
00:18:40: Ja, es ist schon alles total verzerrte und die Realität oder die Körperschema-Störung, die mit einhergeht ist einfach so falsch.
00:18:51: Aber die manifestiert sich zu einer Realität, dass man halt gar nichts mehr checkt und da hat ... Man hat dann auch keinen Hunger mehr.
00:18:58: Am Anfang hat man natürlich Hunger aber irgendwann drückt man den Körper so aus, dass es eigentlich gar nicht mehr existiert.
00:19:06: Und mich hat das auch gar nicht interessiert.
00:19:10: Mich hat nur interessiert, ich wollte nur alles wissen!
00:19:13: Ich glaube, ich bin aber im Nachhinein.
00:19:16: Also natürlich war es blöd, dass ich mag das Wichtig war.
00:19:18: Natürlich was Blöds, dass sich ein Herzdingmoment hatte wo ich kurz weg war.
00:19:22: Ein Nahtoderlebnis mit sechzehn ist natürlich blöd!
00:19:29: Ist auch blöd nicht mehr auf der Welt sein zu wollen.
00:19:32: mit Sechzehnt ist einfach sehr schade.
00:19:35: aber Ich habe mich da auch selber wieder rausgekämpft und das war nachdem ich dieses Nahtodorlebnis hatte.
00:19:44: Also das können Leute natürlich glauben oder nicht glauben.
00:19:47: Für mich war es wirklich ein Moment, wo ich gespürt habe wie ich aus meinem Körper rausgehe und hab mich da irgendwie liegen gesehen und war so naja eigentlich will ich jetzt nicht die alle gewinnen lassen?
00:20:01: Das war wirklich mein Gedanke eigentlich wenn ich jetzt weg bin.
00:20:06: also ist natürlich extrem schlimm für meine Eltern.
00:20:09: dass will ich eigentlich nichts.
00:20:12: Ich will aber eigentlich auch nicht alle diese Leute, die mich da die ganze Zeit fertig machen gewinnen lassen.
00:20:16: Eigentlich habe ich zu viele meinen Kopf um das jetzt einfach wegzuwerfen und eigentlich will ich ja auch noch leben weil es gibt schon tolle Dinge auch am Leben.
00:20:23: Es ist nicht nur alles blöd!
00:20:25: Und dann hab' ich mir... Also das war natürlich extrem tragisch.
00:20:29: Ich bin doch nicht einfach aufgewacht.
00:20:30: Ich war halt unmächtig.
00:20:31: Da haben meine Eltern mich gefunden und nachdem's mit ein bisschen besser ging Bin ich zu meiner Mama gegangen und habe gesagt, okay Mama.
00:20:43: Ich hab mir das jetzt verlernt.
00:20:45: Ich habe mir verlerne zu essen aber genauso wie es mich verlernte kann ich auch wieder lernen.
00:20:51: Aber ich möchte halt lernen unter meinen Konditionen.
00:20:53: Ich möchte nicht ins Krankenhaus, ich möchte nicht über den Schlauch ernährt werden.
00:20:57: Das ist in Österreich Pflicht.
00:20:58: wenn man minderjährig ist und so krank war ist wie ich muss man bei einem gewissen Grad künstlicher Ernährt werden habe ich das Glück gehabt, dass mein Vater Arzt ist und dann das Revers unterschrieben hat.
00:21:13: Er übernimmt die Verantwortung für falls was mit mir ist.
00:21:19: Und ohne meine Eltern wäre das nie so gewesen.
00:21:25: aber ich hab dann halt mir selber gekocht und mir selber gebacken weil ich musste sich was so dünnen dass ich tatsächlich zwischen vierund fünftausend Kalorien am Tag essen musste um in der Woche ein Kilo zuzunehmen.
00:21:36: Das ist auch eine Herausforderung.
00:21:37: Und das ist eine Crazy-Herausforderung.
00:21:39: und vor allem wenn man davon kommt, dass man das Essen der größte Feinde ist so plötzlich muss man jeden Tag binschiden.
00:21:47: Der Körper kann es ja gar nicht mehr aufnehmen, also am Anfang weil da so viel ist.
00:21:56: Es war einfach schlimm aber mein Ansatz war, wenn ich's mir verlernt habe möchte ich ein normales Verhalten wieder lernen Und ich sage das jetzt auf ein bisschen lustig, aber wenn ich schon so hart gearbeitet habe, dass sich so hart abnehmen dann möchte ich gefälligst auch noch mit leckeren Sachen zunehmen.
00:22:15: Also wollte ich nur das Beste vom besten essen um zuzunehmen weil ich wollte nicht einfach einen Käsebrot essen und weil ich etwas Leckeres essen wollte, wenn ich zunehmend muss Und das hat meine Eltern total unterstützt.
00:22:29: und dann habe ich mich selber aus dieser Krankheit ein bisschen mehr oder weniger rausgebacken, rausgekocht.
00:22:35: Mein älter Mann alles mitgemacht.
00:22:37: Ich hab nach der Schule dann irgendwelche drei Gänge Menüs gekocht weil jede Koch schon in der Welt angeschaut.
00:22:44: Meine erste Date, dass ich hatte mit so einem entzückenden jungen Herrn, der wollte mich abholen für einen Date.
00:22:57: Und es gab aber eine ganz tolle Kochshow gerade im Fernsehen von, wie heißt er?
00:23:04: Blumenthal.
00:23:05: Also ist sein Nachnamen jetzt, ich mein Vornamen gerade nicht einer der bekanntesten Köche Englerns und der hat eine TV-Show wo er so Welten erschaffen hat mit Essen große Lebkuchenhäuser gebaut.
00:23:18: Und das war so eine spannende Show und der Junge Herr hat unten die ganze Zeit gelautet, ich weiß so... Ich kann dem jetzt nicht aufmachen!
00:23:24: Und ich habe mich geantwortet.
00:23:26: Ich habe mich sitzen gelassen wegen diesen Lebkuchenhäusern.
00:23:30: Es
00:23:31: war eine klare Priorität.
00:23:35: Das ist so toll, er schafft Welten mit Essen.
00:23:39: Ja und ich hab meinen größten Feind eigentlich dann zu meiner größten Das ist meine besten Freund gemacht.
00:23:45: Das Essen war mein größter Fein und ich habe es eigentlich heute, die Liebe meines Lebens oder die Konstante, die ich wirklich hab in meinem Leben, Torten.
00:23:54: Und also ich habe vielleicht die Krankheit mit den eigenen Waffen geschlagen... Also nicht mit den eigenen Waffen!
00:23:59: Ich habe sie einfach umgedreht.
00:24:00: Ich habe den Hass und auch diese Obsession mit mir selber in die Torten gesteckt.
00:24:09: Es hat mir sehr leicht gefallen mich abzulenken Weil beim Backen muss man sich schon konzentrieren.
00:24:14: Du weißt nicht, einfach irgendwas machen und dann hatte ich nicht mehr so viel Zeit über mich selber nachzudenken.
00:24:19: Okay also du warst da wirklich dann genau direkt bei der Sache?
00:24:23: Total bei der Sachen!
00:24:24: Und ich habe einfach probiert diese Obstession die in der Marga sucht dieses Konstantit-Banken wo hast du die ganze Zeit das dein Kopf pffft, ganz seit Stimmen... Diese Stimmen musste ich irgendwie anders channeln damit dich wegkommen aus dem und habt es alles
00:24:40: ins Backen.
00:24:41: Also warst du eigentlich mental sehr, sehr stark.
00:24:44: Wenn du das geschafft hast immer dir deine eigenen Welten zu erschaffen wie du es ja vorhin schon erzählt hast und auch da dass du da gewusst hast okay muss meine die Stimmen irgendwo in eine andere Richtung lenken.
00:24:58: genau also ich mein ist dann natürlich kann jetzt heute fünfzehn Jahre später mit einer Distanz natürlich erzählen damals war das sehr viel Beinen sehr viel Struggle.
00:25:08: Ich habe zugenommen, es war ein neues Körperbild, das war natürlich schwierig.
00:25:12: Gleichzeitig glaube ich schon, dass ich sehr stark war weil ich habe sehr viele Therapeuten gesehen über eine Zeit, weil meine Eltern waren natürlich so du musst irgendwie in Therapie gehen.
00:25:24: Das hat mir eigentlich nie was gebracht.
00:25:25: Ich hab am Ende mit denen dann auch nur etwas kochen und am Ende haben die mich irgendwann nach Rezepten gefragt.
00:25:30: Ich kann schon sagen, dass ich sehr stark bin.
00:25:37: Weil ich das wirklich mit mir selber bearbeitet habe und ich hab auch die Trigger gefunden.
00:25:44: Auch das was mich heute noch, weil Marga sucht da stehe ich auch dazu wird man glaube ich bis zu einen gewissen Grad ein Leben lang nicht ganz los habe natürlich nicht dein Interesse daran, jetzt gehe normal an meinen Tag heran und so wie jede Frau.
00:25:58: Ich glaube ich gibt es Perioden im Monat wo man sich nicht fabelhaft fühlt und dann gibt's wieder Momente, Wochen wo eher alles passt aber ja... Und ich glaube ich bin stark weil ich sehr genau weiß was Krankheit ist und was Langeweile im Kopf ist oder wenn man ein bisschen zu viel Zeit hat drüber nachzudenken wie man ausschaut.
00:26:23: Ich bin sehr stolz heute zu sagen, dass ich mich sehr wohl in meiner Haut fühle.
00:26:29: Ein noch nie so ein gutes Verhältnis zu meinem Körper hatte – ich mag meinen Körper jetzt!
00:26:34: Davor war es auch für mich schwierig jahrelang gewisse Teile meines Körpers zu berühren.
00:26:39: Ich hatte ein riesengroßes Problem mit meinen Beinen und dann konnte ich die nicht wirklich angreifen oder das hat sich ganz fremd angefühlt.
00:26:45: also schon eine schwere Körperschimmerstörung.
00:26:47: aber das ist alles eigentlich gut.
00:26:50: jetzt so gut sein kann, wenn man das mal hatte für Jahre.
00:26:57: Ich glaube ich bin sehr stark weil ich eben weiß was meine Triggers sind.
00:27:01: aber es ist auch ganz witzig weil mein Körper erlaubt mir gar nicht mehr nochmal in diese Falle zu fallen weil wenn ich zum Beispiel von etwas getriggert bin was früher die Marga sucht irgendwie ausgelöst hätte dann kriege ich Hunger kriege ich richtig Hunger und dann esse ich auch.
00:27:22: Und das ist... Ich habe letztens mit meiner Mutter drüber geredet, weil mich was sehr beschäftigt hat, was früher mich total wirklich getriggert hätte in diese Richtung wo ich dann so nichts gegessen hätte vielleicht oder überlegt hätte wie ich jetzt etwas abnehme.
00:27:36: Und da hab' ich hier gesagt, Mama, ich hab's so Hunger die ganze Zeit!
00:27:40: Weil ich mich das so... Mein Körper erlaubt sich nicht mehr und dann ess ich auch aus.
00:27:44: Dann bin ich in Paris und kauf mir irgend so drauf, dass ich richtig Bock hab'.
00:27:47: Weil es geht und das passiert eh nix.
00:27:50: Und das ist eigentlich voll schön, dass mein Körper das irgendwie von alleine macht.
00:27:55: Dass ich das von selbst trägliche Irgendetwas verdankt?
00:27:57: Ja!
00:27:57: Und dass ich auch darauf höre und dann nicht mehr so stur bin.
00:28:01: Aber natürlich hat er seinen Einfluss auch mit den Torten gehabt.
00:28:07: Den Lauf auf meinen Life-Torten sind so ... Das Epizentrum von Kalorien soll zu sein oder Kalorimpomben.
00:28:14: Das ist natürlich ein Widerspruch, aber ich finde es der schönste Widerspruch.
00:28:18: Und auch aufgrund der Marke sucht so viel über Torten gelernt.
00:28:23: Auch dass zum Beispiel Rezepten sind oft nicht zwei Hundert Gramm zu viel Zucker.
00:28:29: Es schmeckt wirklich besser, wenn man da vielleicht nur hundert Gramms weniger nimmt, weil's einfach zu süß... Also keine Ahnung!
00:28:36: Man nimmt von allem seine Pros und Cons.
00:28:40: Jetzt rede ich schon sehr lange darüber, Ich bin sehr dankbar, dass ich das hatte.
00:28:55: Also man muss sich auch hier... oder ich muss mir alles immer ins Positive reden und ich habe sehr viel daraus gelernt.
00:29:02: Wie weit ich gehen kann?
00:29:04: Ich war in einem sehr dunklen Spot und da möchte ich nicht mehr sein Sachen durchzuziehen, da war ich immer schon sehr gut.
00:29:13: Aber das habe ich natürlich wirklich sehr extrem durchgezogen.
00:29:16: und wenn man all diese negative Energie halt in was positives Channel dann kann man sehr weit kommen und... Das ist vielleicht eine...
00:29:24: Das zeigt ja auch den Weg jetzt!
00:29:27: Ja also wenn wir wieder zurückkehren zur Sophia die sich entschlossen hat so Jetzt lebe ich meinen Traum von Torten oder als Tortenkünstlerin Und so braucht es dein Storytelling dafür.
00:29:45: Wie hast du begonnen, deine Geschichte nach außen hin zu erzielen?
00:29:50: Auch da sehr stur!
00:29:53: Jede Person, die ich neu kennengelernt habe... Ich glaube, ich hab's einfach so arg manifestiert, dass es ein ganz organisches Storyteling geworden ist.
00:30:08: irgendwie nur kennengelernt habe.
00:30:09: Ich war so, hall ich bin so viel und eines Tages werde ich Torten backen für Prater.
00:30:13: Genauso!
00:30:14: Und ich hab keine KitchenAid.
00:30:15: Ich hab jeder Person erzählt dass ich keine Kitchen Aids hab also kein Rührgerät aber die ganze Zeit Back weil sie einfach zu teuer war und das ich eines Tages für Prader backen möchte.
00:30:29: Und ich habe das glaube ich so oft erzählt, dass wirklich jeder mich auch schon mit diesen Tortendings verbunden hat war mein Storytelling einfach Kunst mit den Medium-Torten zu machen.
00:30:46: Und das habe ich so erzählt und aufgezogen, also es ist ja auch das was ich mache heute aber ich hab das so wirklich in einem Ja, also wie man das in dem Kunstgeschicht des Studiums gelernt hat.
00:31:03: Wie künste das machen bei einem Ausstellungstext?
00:31:05: Ich habe solche Texte vorbereitet und ich bin so herangegangen, wie das Mediumtorte als Kunstobjekt funktionieren kann – dass aber natürlich vergänglich ist!
00:31:14: Und für mich war immer Vanitas der Schönste und Vergänglichkeit von Essen finde ich sehr schön, weil es in einer Welt auch lustig ist, weil die Gedanken, die ich mir mit achtzehn gemacht hab über dieses Thema und diese Storytelling... sind genau das, was ich heute noch sage.
00:31:33: Unsere Welt ist nur noch schneller geworden aber damals war die Welt schon schnell.
00:31:37: es gab Instagram, es gab Facebook.
00:31:40: Es ging sehr viel um Fotos machen von Momenten und es geht noch weniger heutzutage um den eigentliche Moment extrem zu genießen.
00:31:50: es geht darum den Moment festzuhalten.
00:31:52: Aber Erinnerungen sind heutzuttage sehr viel gekoppelt mit.
00:31:56: man hat alles fotografiert Eine multisensorische Erinnerung allerdings.
00:32:01: Eine Torte, die eine multisensorische Erinnereung liefert und dir wirklich serviert wird ist ein bisschen ein anderer Ansatz, die so einfach zu vergessen.
00:32:12: Natürlich werden Fotos davon gemacht weil du kannst sie angreifen, du kannst schmecken, du hast sie riechen, du hasst sie sehen und das triggert natürlich viel mehr in Erinnerungen zu bleiben als nur... ein Foto zu machen und dann, ah ja, aber die Torte war auch nicht.
00:32:30: Du lebst hier über so viele Sinne, dass sie viel schneller eine Erinnerung triggert.
00:32:36: Und das war mit achtzehn mein Ansatz und mein Storytelling, dass es eine multisensorische vergängliche Kunsterfahrung ist – und das eigentlich heute auch noch!
00:32:48: Aber du verkaufst auch dich mit den Torten?
00:32:54: Das ist aber eher passiert... Also das war schon eine Strategie von mir, weil ich weiß so es ist ganz wichtig dass die Leute wissen, dass ich das mache.
00:33:01: Weil ich habe das schon gezielt bin ich so herangegangen.
00:33:05: Ich bin in Wien rumgelaufen mit Torten ohne dass sie irgendjemand wollte oder bestellt hat.
00:33:10: Ich hab einfach welche gemacht und bin durch die Stadt gelaufen damit Leute sehen so wer ist dieses Mädchen?
00:33:17: Wieso hat diese eine Torte?
00:33:18: und was ist das für ein Torte?
00:33:21: Das hat auch ganz gut funktioniert.
00:33:22: Mich haben tatsächlich viele Leute angesprochen und so, wow!
00:33:24: Ist das toll?
00:33:25: Und dann habe ich immer irgendwie was erfunden.
00:33:27: Also ja, ich muss gerade zu einem Kunden blödsinn.
00:33:29: Ich bin einfach wieder nach Hause gelaufen.
00:33:31: Sehr
00:33:31: intelligente Marketing...
00:33:33: Ich hab mich auch in Clubs gestellt mit Cupcakes in Wien weil ich wusste, dass ist genau meine Zielgruppe junge Leute die gern Party machen und die vermutlich auch selber irgendwann fette Partys machen.
00:33:48: Das ist da wo ich hin möchte.
00:33:50: Für mich war klar, ich kann mit acht Jahren nicht einfach Bebrader anrufen und sagen Hallo!
00:33:53: Ich würde gern Torte für euch machen.
00:33:54: Ich musste mich reinhechten und wie hechte ich mich am besten da rein über Leute die große Veranstaltungen, große Partys machen?
00:34:03: Und irgendwann kommt man dann vielleicht eventuell dorthin... Ich bin dann immer so um zwei, drei Uhr in der frühen Clubs gestanden mit Cupcakes und habe die für einen Euro verkauft.
00:34:12: Weil ich wusste wenn die alle betrunken sind dann kriegen sie Hunger danach und wollen irgendwas essen.
00:34:17: Und Zucker ist halt perfekt weil es dir auch wieder ein High gibt und hab mich dort hingestellt und hab das verkauft... ...und dann natürlich Instagram!
00:34:26: Weil ich kein Marketing-Budget hatte, also ich hatte gar keinen Budget, ich hätte gar kein Geld.
00:34:31: Ich hab zu Hause gewohnt.
00:34:32: meine Eltern waren so Wenn du das machen willst dann musst du Miete zahlen, Versicherungen Let's go!
00:34:40: Ja.
00:34:40: Und woher kamen dann deine ersten Kunden?
00:34:42: oder woher kann dein erster großer Kunde?
00:34:46: Instagram.
00:34:46: Über
00:34:47: Instagram?!
00:34:48: Also meine erste private Kunde war... also mein erstes groß, oder meine erste Torte die ich jemals wirklich verkauft habe.
00:34:56: in dem Setting indem ich sie verkaufen wollte so wie ich das machen wollte.
00:35:00: als Kunstwerk war.
00:35:01: das coolste Mädchen von Wien.
00:35:03: Sie ist auch heute noch einer der coolsten Frauen von mir wahrscheinlich.
00:35:09: Sie war einfach die Coolste, sie hat die coolsten Partys geschmissen und sich am coolsten angezogen.
00:35:15: Sie hat in Meyland und London studiert und war so cool!
00:35:20: Ich kannte sie persönlich nicht, ich habe sie ein paar Mal in der Stadt gesehen und dann hat sie mir geschrieben ob sie für die coolste Party des Jahres ihre Geburtstagsparty... eine Torte haben will.
00:35:32: und ich war so, oh mein Gott.
00:35:35: Ja!
00:35:36: Das war für mich so wie als hätte ein Fisch bei der Angel angepissen weil es genau das war was ich wollte.
00:35:43: aber gleichzeitig war's dann auch noch sie und dann hat ihr Freund der auch so wahnsinnig cool war oder ist auch so cool ist heute noch.
00:35:51: Aber damals... Ich war halt so jung und die waren für mich einfach so richtig berühmte Leute weil die so cool waren hat dann die Torte abgeholt.
00:36:03: Und dann war die dort und dann wollten ganz viele der Gäste einen noch coolere und schönere Torte danach, und so...und dann war ich so jetzt habe ich ein Business Case!
00:36:12: Ich fand deine ersten Kunden, sie waren aus Wien?
00:36:16: Und wie kam es denn das weitere Kunden dann aus London?
00:36:23: Jahrelange Arbeit und Platzierung und das Ding war für mich halt immer.
00:36:30: Ich habe das geliebt in Wien und ich habe es ja wirklich jahrelang hauptsächlich gemacht.
00:36:36: In Wien habe ich dann auch für sämtliche Fashionhäuser gearbeitet, halt für deren Events, für deren Insta-Events oder einen großen Shopopinions.
00:36:46: Aber für mich war immer ganz klar, dass ich eigentlich raus will.
00:36:51: Schon seitdem ich sehr jung war wollte ich immer viel weg sein!
00:36:56: Und ich hab das dann tatsächlich gepflanzt.
00:36:59: Ich war in London, ich war in New York und habe einfach Torten gemacht.
00:37:03: Mit derselben Strategie ohne einem Kunden.
00:37:06: Ich habe sie einfach produziert und bin damit rumgelaufen und habe sie irgendwo hingebracht... ...in ein Geschäft wo ich mich am Tag davor gut mitverstanden habe.
00:37:14: Zu irgendwelchen Bekannten die ich nicht wirklich kenne, bin ich dort hingereist, habe gratis alles auf meine eigenen Kosten mit dem ganzen Geld, dass ich irgendwie angespart habe.
00:37:27: Da hat ich hingefahren und hab dann einfach Torten platziert.
00:37:31: Und dann auch nie jemandem gesagt, dass ich in Wien wohne.
00:37:36: Das mein ich heute noch nicht.
00:37:37: Ich bin heute auch so, wenn ich in New York bin und einen Job habe... ...und dann kommen Leute in New-York zu mir und sagen, oh my god I have a party next week or like in a month.
00:37:47: could you do me cake?
00:37:49: Dann bin ich so ja kein Problem!
00:37:51: Where are your bases?
00:37:52: all between New York, in Vienna, between London und Vienna.
00:37:57: Macht nichts!
00:37:57: Man muss die Leute ein bisschen probieren.
00:37:59: Die müssen ihr das nicht wissen?
00:38:01: Ich kann in New York heute am Abend noch sein wenn ich will.
00:38:03: Ich kann jetzt zum Flughauffahren nach New York fliegen und bin dort.
00:38:07: Meinst du dass sonst, weil sie wüssten, dass du aus Wien kommst... Ja
00:38:10: ist deine Hemmung.
00:38:11: ...dass sie dich für New York nicht buchen,
00:38:12: weil es einfach logistisch so aufwendig ist.
00:38:13: In seiner Hemmungen, mein Gott, ich muss das.
00:38:16: und woher kommt dir aus Österreich.
00:38:19: Das müsst ihr gar nicht wissen Und so bin ich das schon immer eingegangen.
00:38:23: Aber wir müssen uns keine Sorgen machen, also du machst trotzdem einen Gewinn auch wenn die Reisekosten hoch sind?
00:38:28: Ich liebe natürlich dass sich Geld damit verdienen und ich verdiene noch sehr gut aber ich mache Jobs nicht fürs Geld.
00:38:37: Also ich habe schon verstanden dass ich jetzt schon was verlangen kann aufgrund von dem was ich erreicht hab.
00:38:50: Es gibt Jobs, die zahlen sehr gut und es gibt Jobs.
00:38:52: Die will ich einfach unbedingt machen und die zahl nicht zu wahnsinnig gut aber es ist.
00:38:57: mittlerweile bin ich schon an einem Punkt wo ich so bin okay ich zahle jetzt fixen nicht dafür dass sich da eine Torte macht dafür.
00:39:03: ich mach das jetzt schon zu lange dafür aber Aber es ist nicht mein erster Gedanke wenn ein kunder anfragt heute mache ich viel Geld.
00:39:12: Das ist nicht so gehe ich nicht dran.
00:39:14: man lernt es halt am Weg.
00:39:16: das ist dein weg ja deine Heldenreise
00:39:20: Und ich glaube, dass wenn man so jung ist dann... ...dann ist es viel einfacher das alles zu lernen.
00:39:27: Weil ich glaube bei einem gewissen Alter also nicht, dass man irgendwie gehemmt sein muss von Alter.
00:39:31: aber ich glaube ich würde heute hätte ich vielleicht nicht mehr ganz den Mut so ranzugehen an die Dinge wie ich das damals bin.
00:39:39: Glaubst du das wirklich?
00:39:40: Weißt du wie du...?
00:39:42: Wie du
00:39:42: über dein aktuelles Leben erzählst, die Frau ist mutig.
00:39:47: Toll?
00:39:47: Mutig
00:39:48: schon!
00:39:48: Aber ich glaube, ich war so naiv und nicht naiv, aber ich war ... Ich mach das jetzt und das wird ein Ding.
00:39:57: Und hab's jedem erzählt.
00:40:00: Heute wär ich ein bisschen so, ich kann das jetzt nicht schon wieder erzählen.
00:40:05: Aber vielleicht schon, wer weiß.
00:40:08: Du hast ja innerlich den Drang, das auszuleben.
00:40:12: Also deine Liebe zu den Torten auszulleben also...
00:40:16: Ich habe auch darüber jetzt in Paris bei dem Job war ich so wie viel.
00:40:22: tausendste Torte ist es jetzt schon.
00:40:24: aber jede einzelne Torte macht mich immer noch wirklich richtig glücklich als wäre es die erste wo ich so stolz bin.
00:40:33: was hast du jetzt in paris gemacht?
00:40:36: Für Sohaus
00:40:37: Genau.
00:40:38: Und was war das für eine Torte?
00:40:40: Eine Sonnenblumen-Torte, also das war der End of Summer.
00:40:47: Das Thema der Party war The End Of Summer.
00:40:50: Also noch nicht herbstliche und noch keine herbstsicher Torte sondern halt The Fading.
00:40:54: Und das Warnitas wie gesagt ist sowieso ein sehr schönes Thema für mich dass ich am liebsten mag.
00:41:00: Ich mag am liebsen Torten die so den Anschein geben, dass sie schmelzen oder dass irgendwas mit ihnen passiert pinken glücklichen Torten, sondern so ein bisschen melancholische Torten.
00:41:12: Und das war eine melancholische Torte weil die Sonnenblumen die Blüten sind schon runtergefallen teils und sehr soll es wird sie schmelzen in sich gegossen irgendwie.
00:41:24: Die Kunstwerke sind ja auch auf Instagram zu bewundern?
00:41:28: Nur auf Instagram!
00:41:29: Aktiv gegen eine Homepage entschieden.
00:41:32: Okay interessant Und ich habe auch gesehen, du hast den Kuss von Klimt in einer Torte verewigt.
00:41:41: Oder nicht verewig, das war
00:41:42: übersetzt?
00:41:42: Verspeist,
00:41:44: nehme ich an!
00:41:46: Ja, nicht verewickt.
00:41:47: Ganz im Gegenteil ja...
00:41:50: Fürs Belvedere war das glaube ich gar.
00:41:51: Für
00:41:52: Österreich Werbung genau.
00:41:53: Das ist sehr cool.
00:41:56: Österreich Werbung hat als Thema Genuss für ein Jahr jetzt und da haben sie mich unter anderem ausgewählt neben ganz anderen tollen Köchen und Gastronomen.
00:42:13: Und ich habe den Klimt bekommen, durfte ihn dann in eine Torte übersetzen im Belvedere schuten und auch im Museum Launig entkernten.
00:42:24: Ah, beim Launic?
00:42:25: Genau!
00:42:25: Der war es ganz toll, weil ... Ich weiß nicht, ob das so viele Leute kennen.
00:42:30: Aber das ist ja wirklich eines der tollsten Museen.
00:42:33: Zumindest in Kärnten kennen sehr viele?
00:42:35: Ja, aber die Österreicher müssen das wissen!
00:42:38: Das ist crazy dort und da haben wir es gedreht.
00:42:43: Und das ist tatsächlich jetzt in Amerika, in Italien, in Spanien... ...und ich weiß nicht wo noch, aber überall wird diese Werbung auf YouTube Netflix ausgestrahlt.
00:42:55: also wenn jemand Netflix schaut und nicht das Abo zahlt, aber mit Werbung.
00:42:59: Dann seh' ich mich plötzlich...
00:43:01: Ja oder bist du auch als Model aktiv?
00:43:03: Nicht nur als die Tortenkünstlerin sondern auch als Modell!
00:43:07: Also ich bin als Tortenkünsterin in dem Video also als die Person ja eine Szene wie mich da aufregend sehr surreal.
00:43:20: Das sind alles Dinge.
00:43:22: Das Ding ist meine Herr, ich konnte die schon glauben für eine Zeit lang.
00:43:25: Es war mir nie gut genug und jetzt plötzlich habe ich Projekte wo ich mir wirklich denke so wie genau bin ich dort jetzt gelandet?
00:43:34: Das ist ja crazy!
00:43:35: Dann glaube ich gar nicht dass das wirklich die Realität ist.
00:43:37: damit ich so... Bin ich jetzt wirklich da oder träume ich das gerade?
00:43:41: Doch ich hab's auch gesehen.
00:43:45: Ja
00:43:45: es ist crazy.
00:43:47: Sofia und diese Torten, also die sind ja wirklich sehr riesengroße Torten.
00:43:52: So zwei Meter hohe Torten oder die Klimtorte.
00:43:56: Dekorierst du dir alleine?
00:43:58: Ja ich mache alles alleine.
00:43:59: Du
00:43:59: machst alles alleine.
00:44:00: wie schaffst du das?
00:44:00: Ich hatte jetzt vielleicht so drei Projekte wo ich mal Assistenz hatte aber eigentlich mache ich alles alleine.
00:44:07: Wie schaffste du das?
00:44:10: Logistik?
00:44:11: Ein großer Teil meiner Arbeit ist tatsächlich logistik viel mehr als man denkt.
00:44:16: Man muss einfach teilen.
00:44:19: Schaffen kann ich fast alles, würde ich sagen.
00:44:21: Vielleicht eine Zehme in der Torte, das wäre ein bisschen eine Challenge aber...
00:44:26: Ja aber so zum Beispiel der Kuss von Klimt.
00:44:28: wie gehst du da vor?
00:44:30: Also mir war halt klar dass ich also für die Torte für Österreich Werbung war mir klar dass nicht einfach eins zu eins kopieren will sondern ich möchte mehr Elemente aus der Kunst vom Klimt rausnehmen die mich inspirieren und die ich lustig und fast Kindlich, also wenn ein Kind sich den Klimt dann schon würde und dann sagt oh ich mal jetzt das Bild wie Klimpt.
00:44:58: Was würden die sich für Elemente rausnehmen?
00:45:00: Die sie können!
00:45:02: Und das Ding ist, ich kann schon von mir ehrlich sagen dass ich ganz weit weg bin an Gustav Klimt zu sein.
00:45:08: Deswegen möchte ich da mit einem kindlichen Ansatz und einen negiven Ansatz rangehen weil ich mich nicht... Ich probiere nicht einen Clip zu kopieren.
00:45:15: Du
00:45:16: bist der einzigartige, du bist das so
00:45:17: viel?
00:45:18: Ja und außerdem kann ich es einfach nicht.
00:45:20: Das heißt, ich muss mich etwas versuchen was ich irgendwie umsetzen kann mit einem, wo man klar erkennt, es gibt Dommarschen dazu aber es ist einfach nicht... Ich bin auch nicht extrem talletiert im Zug oder es macht mir nicht wahnsinnig viel Spaß Zuckermodelle zu bauen oder eins-zu-eins Modelle nachzubauen.
00:45:43: Da gibt es Leute, die können das voll gut.
00:45:45: Ich bin nicht einer davon.
00:45:46: Deswegen muss ich Wege finden wie ich's für mich interpretiere.
00:45:48: und dann hatte ich im Belvedere eine Führung mit einem Climtexperten der mir sehr viel über das Bild und generell seine Formensprache und seine Ikonografie sozusagen erklärt hat.
00:46:02: und da habe ich mir diese Elemente rausgesucht und ich hab mir gedacht mein Gedanke war einfach Wie würde ein Kind jetzt den Climp übersetzen?
00:46:11: Ich finde die Nervität von Kindern und die Herangehensweise in sehr vielen meiner Arbeiten wieder, weil ich schön find', dass sie nicht diesen krankhaften Perfektionismus haben.
00:46:24: Sondern eher ins Selbstbewusstsein.
00:46:26: Weil Kinder sind ja so... ...ich hab das gemalt und es ist super!
00:46:30: Und sie malen einfach.
00:46:32: Als Erwachsener gehst du ran, wie mache ich das jetzt damit, dass so dort hinkommt?
00:46:36: Als Kind mahlst du einfach.
00:46:38: So möchte ich auch dort machen.
00:46:39: Deswegen habe ich mich Die Blumen konzentriert die Farben.
00:46:46: Natürlich gab es Gold, die Spiralen, die Kreise und die Quadrate, die für Mann und Frau stehen statt des Obvis oder das Offensichtliche zu wählen.
00:46:56: Und es hat dann sehr gut funktioniert voreinander!
00:46:59: Ich war auch so als ich die Torte zuerst habe geschütet im Luau Neck Museum.
00:47:04: Dann haben sie das ganze Thema, die Tore, das erste Mal gesehen.
00:47:09: Die waren, glaube ich am Anfang ein bisschen so okay.
00:47:16: Aber dann vor dem Klimt hat es perfekt funktioniert.
00:47:19: Als ich aber das Foto gesehen habe von der Torte vor dem Klimpt und ich dachte wow!
00:47:23: Ich
00:47:24: hab selber gar nicht so gut dran geglaubt.
00:47:26: Ich war selber so brav.
00:47:27: ist die jetzt gut genug?
00:47:28: Und dann in den Moment, wenn sie vom Klimmte war ich so ja Sie passen gut zusammen.
00:47:34: Ja wunderbar.
00:47:36: Ja Sophia Wir sind im Abenteurer-Podcast, perspektive Abenteuer.
00:47:43: Siehst du dich als Abenteurin?
00:47:44: Ich sehe dich ja als Abnteurerin mit deiner gesamten Geschichte und der Heldenreise, wie ich es schon vorhin gesagt habe.
00:47:51: Siehst du dich auch als Abendeurerin?
00:47:53: Sehe mich schon als Abanteurerin weil ich oft nicht weiß wohin die Reise geht und ich prinzipiell einfach immer Ja sag.
00:47:59: Und das macht ein Abenteu aus wenn man nicht genau weiß... Wo man schläft, wo man backt.
00:48:05: Wo man die Torte kühlen kann, wie man das überhaupt hinkommt.
00:48:09: Aber immer einen Weg findet ... Ich würde schon sagen, bin eine Abenteuerin.
00:48:14: Die abenteuerliche Grundhaltung?
00:48:17: Und das habe ich von meinen Eltern.
00:48:20: Diese wirkliche Abenteurer, mein Vater ist einfach ... Wie der in sein Leben herangegangen ist, ist ein richtiger Abenteur und ich hab viel von denen mitbekommen.
00:48:35: Das mache ich jetzt, habe ich von meinen Eltern.
00:48:38: Also wirklich diese proaktive Haltung heißt, sagst du das mach' ich jetzt einfach?
00:48:43: Egal was ist!
00:48:44: Ich zieh das jetzt durch und du lebst ja auch deinen Traum.
00:48:47: im Endeffekt nach ein paar Umwegen hast du dich dazu entschlossen diesen Traum
00:48:52: zu packen.
00:48:53: Ja voll Ja.
00:48:58: und das ist ein einziges großes Abenteuer, weil als Selbständiger oder auch mit dem was ich mache es kann auch jederzeit sein.
00:49:04: Plötzlich dass das Auto ist, dass keiner mehr Torten will, dass es irgendwie nicht so cool ist.
00:49:09: Dass es andere Leute gibt die das besser machen.
00:49:12: Das heißt es ist ein konstanter Adrenalinrush, dass du jeder Job bist auf den wartet mann.
00:49:20: Ich gehe ja auch nicht proaktiv hin und sage Hallo können wir arbeiten?
00:49:24: Ich warte immer dass irgendwas kommt Und da gibt es auch Flauten.
00:49:30: und dann denkt man sich so Mist, was mache ich jetzt.
00:49:35: Aber ich denke einfach an mich oder Klaube an mich und ich sage okay, jetzt hat das schon so lange gearbeitet, es wird schon etwas kommen und dann kommt meistens in das ganz Tolles.
00:49:44: Sophia!
00:49:45: Es war mir ein großes Vergnügen mit dir zu sprechen bzw.
00:49:50: mir deine Geschichte anzuhören, dich kennenzulernen.
00:49:53: wir haben uns ja... Überhaupt schon früher ein Kärnten einmal kennengelernt, am See.
00:49:57: Das war auch sehr schön!
00:49:59: Ich wünschte weiterhin alles Gute und ich bin mir ganz sicher dass du für unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer eine sehr große Inspiration bist mit deiner Geschichte damit wie du die Herausforderungen gemeistert hast, wie du dein Leben angehst.
00:50:15: Ja euch liebe Zuhäurerinnen und zuhörern danke fürs dabei sein Und ich freue mich, wenn ihr meinen Podcast in eurer Lieblings-App abonniert.
00:50:28: Ich freue mich
00:50:28: über Likes und bis zum nächsten Abenteuer!
00:50:34: Danke, tschüss!
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